
Seit einiger Zeit hat die Automobilbranche stark zu kämpfen. Nun ist ein weiterer deutscher Autozulieferer pleite. Rund 200 Mitarbeiter bangen jetzt um ihre eigene Zukunft und die des Arbeitgebers.
Da immer noch kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist, musste es so kommen: Ein weiterer deutscher Autozulieferer ist pleite. Die Region leidet mit den Arbeitern und bangt um das Fortbestehen des Unternehmens.
„So wie jetzt kann es nicht weitergehen“: Autobranche warnt vor weiteren Katastrophen
Da hat wohl auch der Autogipfel mit dem Bundeskanzler im Oktober letzten Jahres nichts gebracht. Denn die Lage der Automobilbranche hat sich immer noch nicht entspannt. Im Gegenteil: Wie schon der CEO von Mercedes anmerkte, nimmt der Druck auf die Branche weiter zu. Denn außerhalb Europas wächst die Konkurrenz. Da die Kunden sich hierzulande immer mehr zurückhalten, weil sie selbst nicht so viel zum Ausgeben haben wie vorher, leidet auch die Autobranche massiv. Hinzu kommt, dass sich die Investitionen aufgrund des angekündigten Verbrenner-Verbots nicht gerechnet haben. Denn die Politik ist einen Schritt zurückgewichen und versucht immer noch, das Verbot zu kippen.
Deutscher Autozulieferer ist pleite: Krise war einfach nicht abzuwenden
Nun trifft es einen weiteren deutschen Autozulieferer, der in der Autobranche eine wichtige Rolle spielt. Die MoldTecs GmbH in Sonneberg zählt zu den wichtigsten Arbeitgebern in der Region. Umso härter trifft es alle, dass nun ca. 180 Arbeitsplätze auf der Kippe stehen sollen. Zwar läuft der Betrieb wie bislang weiter und auch die Löhne und Gehälter sind gesichert. Doch im Zuge der Prüfung eines vorläufigen Insolvenzverfahrens halten es immer mehr Menschen für wahrscheinlich, dass Arbeitsplätze wegfallen werden.
Die Gründe für die Pleite von MoldTecs sind dieselben wie bei vielen anderen Unternehmen auch: hohe Energiekosten, ein unglaublicher Wettbewerbsdruck sowie die sinkende Nachfrage der Kunden. Deshalb fordert die Automobilbranche von der Politik, endlich zu handeln. Es brauche unbedingt politische Reformen in den Bereichen Bürokratie, Steuern und Energie. Sonst könnten viele Unternehmen nicht mehr überleben.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Insolvenz-Portal)














