
Das Oktoberfest soll ein Volksfest sein. Doch wer 2026 auf der Wiesn essen, trinken und feiern möchte, braucht inzwischen ein ordentlich gefülltes Portemonnaie. Selbst einfache Klassiker erreichen Preise, für die man andernorts ein komplettes Hauptgericht bekommt.
Besonders heftig fällt der Blick auf einige Speisekarten aus. Für eine Portion Kaiserschmarrn werden je nach Festzelt zwischen 17,50 und 27,50 Euro verlangt. Auch beim halben Hendl wird es teuer. In einigen Zelten kostet der Wiesn-Klassiker deutlich mehr als 17 Euro, in der Spitze werden sogar 29,90 Euro fällig.
Preise knacken neue Rekordgrenzen: Wiesn wird zum Luxus-Fest
Selbst eine Portion Pommes kann mit 9,70 Euro fast die Zehn-Euro-Marke knacken. Dazu kommt das Bier. Die Maß kostet auf dem Oktoberfest 2026 offiziell zwischen 14,80 und 15,90 Euro. Im Durchschnitt sind es 15,61 Euro. Damit ist auch das Bier noch einmal teurer geworden. 2025 lag die Spanne zwischen 14,50 und 15,80 Euro.
Wie schnell sich die Beträge summieren, zeigt eine einfache Rechnung: Bestellen zwei Besucher jeweils eine Maß und ein teures halbes Hendl, können bereits mehr als 90 Euro auf der Rechnung stehen. Kommt anschließend noch ein Kaiserschmarrn dazu, ist die Marke von 100 Euro problemlos überschritten. Trinkgeld, weitere Getränke oder eine Fahrt mit dem Riesenrad sind dann noch gar nicht dabei.
Viele können sich Oktoberfest nicht mehr leisten: Familien fühlen sich abgehängt
Für Familien wird es entsprechend noch kostspieliger. Schon ein Wiesn-Tag mit Essen, Getränken und einigen Fahrgeschäften kann einen hohen dreistelligen Betrag verschlingen. Dabei kostet der Besuch des eigentlichen Oktoberfest-Geländes weiterhin keinen Eintritt. Bezahlt wird erst an den Fahrgeschäften, Buden und in den Zelten. Die Preise für Essen und Getränke legen die jeweiligen Wirte fest.
Genau das sorgt jedes Jahr für Diskussionen. Natürlich steigen auch für die Gastronomie Personal-, Waren- und Betriebskosten. Trotzdem wirken fast 30 Euro für ein halbes Hendl oder 27,50 Euro für Kaiserschmarrn für ein Volksfest außergewöhnlich hoch. Die Wiesn bleibt damit zwar für jeden zugänglich. Wer dort allerdings ausgiebig essen, trinken und feiern möchte, muss 2026 deutlich tiefer in die Tasche greifen.
(Quellen: Stadt München, Oktoberfest.de)














