Fast 300 Stellen: Deutscher Getränkehersteller steht vor dem Aus

Eine Brauerei mit alten Kesseln. Hier werden Getränke, vor allem Bier, nach alter Tradition hergestellt. Nach dem Gären in den Kesseln wird das Bier in Flaschen abgefüllt und kommt in den Handel und in die Supermärkte.
Symbolbild © imago/Zoonar

Nun wird es ernst für ein Unternehmen, das fast 300 Menschen beschäftigt. Ein deutscher Getränkehersteller steht nämlich vor dem Aus. Viele Optionen hat der Hersteller nicht mehr, um das Insolvenzverfahren erfolgreich beenden zu können.

Ein Insolvenzverfahren gibt nie Anlass zur Freude. Doch ein deutscher Getränkehersteller, der nun vor dem Aus steht, hatte das Verfahren mit Hoffnung begonnen. Nun jedoch bleiben dem Unternehmen nicht mehr viele Möglichkeiten, um in Zukunft bestehen zu können.

Insolvenz in Eigenverwaltung: Getränkehersteller startete mit Hoffnung ins Verfahren

Ende Oktober 2025 musste der deutsche Getränkehersteller Insolvenz anmelden. Der Antrag beim zuständigen Amtsgericht in Mannheim erfolgte in Eigenverwaltung, denn die Geschäftsführung hatte Pläne, die das Unternehmen erfolgreich in die Zukunft führen sollten. Dazu hatte der Hersteller bereits einiges in die Wege geleitet. Zum einen organisierte man die Geschäftsleitung neu. Des Weiteren sollte die Produktpalette erweitert werden. Ein besonderes Augenmerk sollte dabei auf den Ready-to-Drink-Getränken liegen. Inzwischen sind jedoch einige Monate vergangen, und die Luft wird dünn.

Deutscher Getränkehersteller steht vor dem Aus: Fast 300 Mitarbeiter bangen um ihren Job

Bislang konnte sich die Lage des Unternehmens jedoch nicht wesentlich verbessern. Inzwischen gibt es nur noch zwei Optionen. Die eine bedeutet das endgültige Aus für den Getränkehersteller Eichbaum. 290 Menschen würden ihre Jobs verlieren. Das Unternehmen würde komplett abgewickelt und geschlossen werden. Allein angesichts dieser Möglichkeit haben die Angestellten bereits vor den Werkstoren der Brauerei protestiert. Es geht nämlich nicht nur um die Belegschaft, sondern auch um den Ort, der ohne die Brauerei nicht mehr derselbe wäre.

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Die andere Lösung liegt in der Übernahme der Brauerei durch einen Investor. Dafür müssen jedoch laut der Geschäftsführung ca. 100 Mitarbeiter gehen. Gestern fand die Gläubigerversammlung statt. Eine endgültige Entscheidung soll am kommenden Dienstag erfolgen. Ob es einen Investor gibt, ist noch offen. Dieser müsste sich dazu bereit erklären, den Standort in Mannheim zu wahren, ebenso wie den Großteil der Belegschaft zu übernehmen. Man wolle dafür sorgen, dass die Menschen wieder in eine sichere Zukunft blicken können. Mit Bangen und Hoffen warten daher alle auf die Entscheidung am 24. März.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, dpa, SWR)