Filterkaffee-Test enttäuscht – 14 Sorten scheitern am Top-Geschmack

Eine Person schüttet gerade Kaffeesahne oder Milch in eine Tasse schwarzen Kaffee. Danach verfärbt sich der Wachmacher in einem hellen Braun. Kaffee mit Milch ist eines der beliebtesten Getränke in Deutschland.
Symbolbild © istockphoto/Michelle Lee Photography

Für viele Deutsche beginnt der Morgen stets mit einer Tasse Filterkaffee. Doch eine Untersuchung von Stiftung Warentest zeigt deutliche Unterschiede beim Geschmack. Die Tester nahmen 15 gemahlene Filterkaffees unter die Lupe.

Im Test landeten bekannte Marken ebenso wie günstigere Eigenmarken von Supermärkten und Discountern. Neben dem Geschmack untersuchte Stiftung Warentest unter anderem Schadstoffe, Verpackung und Kennzeichnung. Am stärksten floss jedoch die sensorische Qualität in das Ergebnis ein: Sie machte 55 Prozent der Gesamtnote aus.

Nur ein Kaffee überzeugt geschmacklich komplett

Für die Geschmacksprüfung bereiteten geschulte Prüfer die Kaffees unter festgelegten Bedingungen zu. Anschließend bewerteten sie unter anderem Geruch, Geschmack, Mundgefühl und Nachgeschmack. Beim sensorischen Urteil setzte sich Eduscho Filterkaffee Klassisch von Tchibo ab. Er erreichte hier die Note sehr gut. Damit war er der einzige der 15 getesteten Filterkaffees, der beim Geschmack die höchste Qualitätsstufe erreichte. Beim sensorischen Urteil schaffte lediglich ein Produkt die Note „sehr gut“. Die anderen 14 verpassten diese Bestnote.

Das bedeutet allerdings nicht, dass die übrigen Produkte schlecht schmeckten. Mehrere Kaffees erhielten auch beim sensorischen Urteil gute Bewertungen. Für ein „sehr gut“ reichte es jedoch bei keinem weiteren Produkt. Interessant ist außerdem: Der beste Geschmack bedeutete nicht automatisch die beste Gesamtnote. Der Eduscho-Kaffee kam insgesamt auf gut. Andere Prüfpunkte verhinderten ein „sehr gut“ im Gesamturteil.

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Teuer heißt nicht gut: Filterkaffee ist deutlich teurer geworden

Für Verbraucher spielt inzwischen noch ein weiterer Punkt eine große Rolle: der Preis. Stiftung Warentest schaute sich die Preise der getesteten Kaffees später erneut an. Das Ergebnis dürfte regelmäßigen Kaffeetrinkern bekannt vorkommen. Vergleichbare Produkte kosteten inzwischen zwischen vier und 40 Prozent mehr als zum Zeitpunkt des ursprünglichen Tests. Eine 500-Gramm-Packung kann dadurch mittlerweile deutlich stärker ins Geld gehen.

Gerade deshalb dürfte das Testergebnis für viele Verbraucher interessant sein. Denn ein hoher Preis garantiert keineswegs automatisch den besten Geschmack. Von 15 untersuchten Filterkaffees konnte sich bei der entscheidenden Verkostung nur ein Produkt die Bestnote sichern.

(Quellen: Stiftung Warentest)