Fleischpreise sinken: Immer mehr Veganer werden jetzt rückfällig

Ein Grill im Freien. Auf dem Grill liegen mehrere Fleischspieße, die frisch zubereitet werden. Es ist die Hand einer Person zu sehen, die einen transparenten Plastikhandschuh trägt.
Symbolbild © imago/Zoonar

Studien belegen, dass viele Vegetarier und Veganer rückfällig werden. Aktuelle Zahlen zeigen, dass vor allem junge Menschen heute wieder häufiger Döner, Wurst und Co. essen. Nun sollen auch die Fleischpreise sinken. 

Tier- und Umweltschützer zeigen sich empört. Die Preise für Fleisch sollten eigentlich steigen. Jetzt bahnt sich jedoch eine andere Entwicklung an, die den Fleischkonsum fördern könnte.

Veganer werden oft rückfällig ‒ laut Studie 

Über 80 Prozent der Vegetarier und rund 70 Prozent der Veganer kehren im Laufe ihres Lebens wieder zu alten Gewohnheiten zurück, so die Organisation Humane Research Council (HRC). Die Studienergebnisse stammen zwar aus dem Jahr 2014. Allerdings zeigt sich auch aktuell ein eindeutiger Trend: Wie der BMEL-Ernährungsreport belegt, greifen jüngere Menschen zwischen 14 und 29 Jahren heute wieder häufiger zu Fleisch. Zusätzlich sollen die Fleischpreise in Deutschland wohl wieder sinken.

Umweltschützer üben Kritik. Fleisch sollte aus ökologischen und ethischen Gründen nicht günstiger, sondern teurer werden, fordern sie. Denn die Folgen der Fleischerzeugung verursachen nicht nur Kosten in Milliardenhöhe, sondern setzen auch der Umwelt zu. Tierschützer kritisieren außerdem die Haltungsbedingungen und fordern die Abschaffung der Massentierhaltung. Wenn die Preise sinken würden, statt zu steigen, könnte das den Fleischkonsum und auch die bestehenden Herausforderungen verschärfen, heißt es. Entscheidet man sich nach Jahren der Abstinenz tatsächlich wieder für Burger, Frikadellen, Würstchen und Co., steht zudem die Frage im Raum, wie gut der Körper das Fleisch verarbeiten kann.

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Das passiert, wenn Vegetarier und Veganer wieder Fleisch essen

Vegetarier und Veganer müssen sich zwar grundsätzlich keine Sorgen machen, wenn sie wieder Fleischgerichte auf dem Teller haben. Bei einer großen Menge kann es jedoch zu Verdauungsbeschwerden kommen. Wer seine Ernährung umstellt, sollte sich deshalb nicht zu viel vornehmen. Aus ernährungsphysiologischer Sicht „verlernt“ der Körper die Verdauung von Fleisch allerdings nicht. Dafür sorgen spezielle Enzyme, die auch vegane Proteinquellen verarbeiten. Dennoch ist Vorsicht geboten, zumindest bei der Auswahl der Produkte. Stark verarbeitete Waren erhöhen das Gesundheitsrisiko. Laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollte sich der wöchentliche Fleischkonsum überdies auf 300 Gramm beschränken.