
Millionen Bürger müssen sich nun bald auf eine weitere neue Plastikpfand-Regel einstellen. Sie werden diese Veränderung bereits beim Einkaufen feststellen und können somit selbst etwas für die Nachhaltigkeit tun.
Kaum haben wir uns an einige Neuerungen bezüglich des Pfandes gewöhnt, steht bereits die nächste Änderung in den Startlöchern. Bald kommt nämlich für Millionen Bürger eine neue Plastikpfand-Regel, denn die EU hat die Vorgaben verschärft.
EU zieht Vorgaben an: Umweltschutz soll ausgeweitet werden
Lange gebraucht haben wir nicht, um uns an die neuen Vorgaben zu gewöhnen. Zum einen durften bestimmte Milchflaschen nicht mehr in der gelben Tonne entsorgt werden, sondern mussten als Pfandflaschen wieder abgegeben werden. Dazu gehörten beispielsweise Buttermilchgetränke oder andere Milchprodukte, die in Flaschen abgefüllt und ein Mindestfassungsvermögen von 200 Millilitern hatten.
Hinzu kamen die sogenannten „Tethered Caps“, die EU-weit eingeführt wurden. Dies bemerkten die Verbraucher ebenfalls sehr schnell und ärgerten sich besonders darüber. Denn dadurch, dass die Plastikdeckel nun am Gewinde befestigt waren, konnte man nicht mehr so gut daraus trinken. So manche Flasche ließ sich nicht mehr richtig verschließen.
Neue Plastikpfand-Regel: Das muss man jetzt als Verbraucher wissen
Die neue Plastikpfand-Regel, die laut EU-Beschluss ab 2030 greifen soll, werden die Kunden sofort bemerken, wenn sie in den Laden gehen und Getränke kaufen. Denn diese Pfandflaschen werden etwas trüber aussehen als diejenigen, die man bereits kennt. Der Grund liegt darin, dass ab 2030 der Anteil an recyceltem PET in den Flaschen mindestens 30 Prozent betragen muss. Bislang liegt er bei 25 Prozent.
Recyceltes PET ist trüber als neu hergestelltes Plastik und dürfte laut Experten sogar einen positiven Effekt auf die Kunden haben, gerade auf diejenigen, die bereits umweltbewusst unterwegs sind. Außerdem bekräftigen die Fachleute, dass die Farbe des Plastik keinerlei Einfluss auf die Qualität und den Geschmack der Getränke haben werde. Obwohl es bis zur neuen Regelung noch etwas dauert, bereiten sich einige Supermärkte und Discounter bereits auf die Änderung vor. Sie stellen mehr Pfandflaschen-Automaten auf, damit die Rückgabe der Pfandflaschen leichter und schneller zu meistern ist.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Bundesumweltministerium, EU, Bundesinstitut für Risikobewertung)














