
Eine Riesen-Hornisse breitet sich in Deutschland aus – und sie ist kaum noch zu stoppen. Fachleute erklären, dass das Tier den Garten unter bestimmten Umständen sogar unbenutzbar machen kann. Wie Betroffene richtig reagieren.
Sie wurde intensiv bekämpft. Jetzt ist jedoch klar: Diese Hornisse wird nicht mehr verschwinden. Die invasive Art macht sich auch in Gärten breit.
Invasives Insekt in mehreren Bundesländern unterwegs
Honig- und Wildbienen sowie andere lebende Insekten stehen ganz oben auf dem Speiseplan dieser speziellen Hornisse. Sie gilt als invasiv und stellt eine Herausforderung für die Landwirtschaft dar. Hierzulande ist die Ausbreitung kaum noch aufzuhalten, so das Bundesumweltministerium. Zuvor wurden lediglich weniger Nester gesichtet, doch inzwischen sind die Tiere immer häufiger in verschiedenen Bundesländern zu sehen, etwa in Rheinland-Pfalz oder Baden-Württemberg. Sie nisten sich zum Beispiel in Garagen oder Hecken ein, während im Sommer große Nester in Bäumen zum Vorschein kommen.
Diese Riesen-Hornisse breitet sich unaufhaltsam aus
Bei der invasiven Art handelt es sich um die sogenannte Asiatische Hornisse (Vespa velutina). Das Insekt weist eine dunkle Grundfärbung auf. An der Größe kann man sie von heimischen Hornissen unterscheiden, denn hierzulande sind sie etwas größer als der asiatische Verwandte. Zudem hat die eingewanderte Konkurrenz leuchtend gelbe Beine. Für Menschen ist die Hornisse ungefährlich. Wenn sie sich jedoch angegriffen fühlt und ihr Nest in Gefahr sieht, kann sie ‒ genau wie heimische Tiere ‒ aggressiv reagieren. Auch für Haustiere und Kinder im Garten kann sie so zum Problem werden.
Naturschutzbehörden müssen keine kostenlose Entfernung mehr vornehmen, weil die invasive Hornisse inzwischen als etabliert gilt. Gartenbesitzer müssen deshalb selbst für die Kosten aufkommen. Wer die Hornisse bei sich im Garten sichtet, sollte jedoch keinesfalls unruhig reagieren oder Nester in Eigenregie entfernen. Besser ist es, eine Fachfirma für eine sichere Durchführung zu beauftragen. Verbleiben die Tiere im Garten, droht die ständige Gefahr von Angriffen, um Nester zu verteidigen. Dadurch wäre die heimische Naturoase im schlimmsten Fall im Sommer wohl unbenutzbar.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, dpa, Lanuk NRW)














