
Die Statistiken fallen noch schlimmer aus, als wohl viele befürchtet haben. Über 24.000 Lokale haben in Deutschland im letzten Jahr geschlossen. Diese erschreckende Zahl zeigt einmal mehr, dass die Gastro-Krise weiterhin in vollem Gange ist.
Die Gastro-Krise hat sich auch im letzten Jahr verschärft, denn über 24.000 Lokale in Deutschland haben ihre Türen für immer geschlossen. Schon seit Jahren klagen die Betreiber in der Gastronomie die Situation an – viele von ihnen mussten inzwischen aufgeben.
Längst kein Einzelfall mehr: Probleme ziehen sich bereits seit Jahren durch die Branche
Immer mehr Restaurants schließen: Beliebte Lokale haben plötzlich nicht mehr auf, die Webseiten der Gastro-Betriebe verkünden das Aus. Was wir vielleicht am Anfang nur als subjektive Wahrnehmung in unserer eigenen Umgebung abgetan haben, ist bittere Realität. Dies zeigen aktuelle Auswertungen des vergangenen Jahres. Damit zeigt sich: Auch Jahre nachdem die Coronapandemie ihren Höhepunkt erreicht hat, hat die Gastronomie noch schwer mit ihren Folgen zu kämpfen. Mit den globalen Krisen herrscht auch Unsicherheit bei den Verbrauchern, die aktuell jeden Cent umdrehen müssen und für den Notfall vorsorgen wollen.
Über 24.000 Lokale schließen: Gastro-Krise erreicht neuen Höhepunkt
Zwar hat die Bundesregierung den Steuersatz auf Speisen und Getränke von 19 Prozent wieder auf sieben Prozent gesenkt. Doch laut Experten kommt dieser Schritt für viele Betriebe einfach zu spät. Die neuesten Zahlen zeigen, dass allein in den Jahren 2024 und 2025 knapp 24.500 Lokale geschlossen haben. Seit 2020 gibt es 11.200 Insolvenzen in Deutschland. 69.000 Betriebe haben in dem Zeitraum ihr Geschäft komplett eingestellt. Experten weisen darauf hin, dass gerade kleine, familiengeführte Betriebe es besonders schwer haben. Denn sie haben auch mit den stetig steigenden Kosten mehr zu kämpfen als große Restaurantketten. Da die Gäste mehr aufs Geld achten und deshalb weniger Alkohol und fast keine Aperitifs mehr bestellen, brechen auch die Umsätze drastisch ein.
Für 2026 können Experten bei dieser Entwicklung daher keine Entwarnung geben. Die Lage wird sich laut Vorhersage für die Gastronomie sogar noch verschärfen. Denn zum einen gehe die Richtung eher hin zum Bestellen. Die Menschen suchen sich online ihren Lieferdienst heraus und kaufen nur das, was sie haben wollen. Extras gibt es hier seltener als im Restaurant vor Ort. Dies schließt auch die Getränke mit ein. Zum anderen habe man laut Experten die Niedrigverdiener als Kunden komplett verloren. Dies sei ein weiterer Mangel, der sich in ausbleibenden Umsätzen niederschlage. Die Preise senken wolle man für die Kunden jedoch nicht. Die gesunkene Mehrwertsteuer wollen viele Gastronomie-Betriebe dazu nutzen, um die gestiegenen Kosten auszugleichen. Damit wird es wohl erst einmal kein Entkommen aus dem Teufelskreis geben.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Creditreform, Destatis)














