Gefahr im Haushalt: Küchenrollen können sehr gefährlich sein

Eine Frau reißt ein Stück Küchenpapier von der großen Rolle ab. Die Rolle steht auf einer Ablage in der Küche.
Symbolbild © istockphoto/Liudmila Chernetska

Dieser außergewöhnlichen Gefahr im Haushalt sind sich nur wenige bewusst. So können Küchenrollen entgegen aller Erwartung äußerst gefährlich sein. Das Risiko sollte niemand unterschätzen und deshalb auch unbedingt dementsprechend handeln.

Gefahren im Haushalt sind allgegenwärtig. Doch manchmal gehen sie auch von Dingen aus, von denen man es normalerweise nicht erwarten würde. So können Küchenrollen tatsächlich extrem gefährlich sein.

Haushaltshelfer erleichtern den Alltag

Jeder Haushalt erfordert Planung und Organisation, damit Lebensmittel, Finanzen und Reinigung reibungslos funktionieren. Dabei tragen praktische Haushaltshelfer zu weniger Stress, mehr Effizienz und einem angenehmeren Wohnklima bei. Zu den nützlichsten Geräten gehören Küchenmaschinen, Wasserkocher und Kaffeemaschinen. Aber auch Staubsauger, Dampfreiniger, Waschmaschine sowie der Trockner leisten gute Dienste.

Selbst kleine Haushaltshelfer erleichtern den Alltag deutlich, ohne viel Aufwand zu verursachen. Dazu gehören Gegenstände wie Küchenrollen, Papierhandtücher, Reinigungs- und Mikrofasertücher, Schwämme sowie kleine praktische Werkzeuge wie Scheren. Jedoch hat sich gezeigt, dass insbesondere Küchenrollen tatsächlich sehr gefährlich sein können.

Überschreitung der empfohlenen maximalen Tagesdosis

Küchenrollen sind praktische Alltagshelfer, die in jeder Küche schnell griffbereit sind. Durch ihre kompakte Spenderrolle, die seit etwa 1972 auf dem Markt ist, lassen sie sich platzsparend auf der Arbeitsfläche oder im Unterschrank verstauen. Mittlerweile werden Küchenrollen, Toilettenpapier, Papiertaschentücher und Papierservietten in Deutschland stark genutzt. Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei etwa 18 bis 19 Kilogramm und ist damit rund 40 Prozent höher als noch zu Beginn des Jahrtausends. Doch gerade bei der Verwendung von Küchenrollen ist Vorsicht geboten.

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Öko-Test hat 21 Küchenrollen aus Onlinehandel, Supermärkten, Drogerien und Biomärkten geprüft und bevorzugt Produkte aus Recyclingpapier ausgewählt. In fast allen Rollen fanden die Laboruntersuchungen dabei die gesundheitlich relevante Verbindung Bisphenol A (BPA) sowie Bisphenol S (BPS). Bei einem im Labor simulierten Lebensmittelkontakt zeigten sich deutlich höhere BPA- und BPS-Werte bei Küchenrollen mit Recyclinganteil. Dies lässt sich plausibel damit erklären, dass Bisphenole durch Kassenzettel, die falsch im Altpapier landen, in den Recyclingstrom gelangen. So überschreiten alle Rollen mit Altpapieranteil die empfohlene maximale Tagesdosis für BPA. Für BPS gibt es zwar keinen Richtwert, doch verhält es sich hier ähnlich. Aus diesem Grund sollte Küchenpapier aus Recyclingfasern möglichst nicht in direkten Kontakt mit Lebensmitteln gebracht werden.

(Quellen: Bundesinstitut für Risikobewertung, Verbraucherzentrale, dpa)