Gefahr: Unscheinbarer Pilz in deutschen Wäldern kann tödlich sein

Auf dem Bild ist ein einzelner Pilz in Nahaufnahme zu sehen, der aus moosbewachsenem Waldboden wächst. Der Pilz hat einen bräunlichen, leicht gewölbten Hut mit unregelmäßigem Rand.
Symbolbild © istockphoto/KoMaSeMo

Mit Beginn der Pilzsaison zieht es viele Menschen in die Wälder. Doch schon geringe Verwechslungen oder eine unsachgemäße Zubereitung können schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Ein Pilz in deutschen Wäldern kann sogar tödlich sein.

Unterschätzte Gefahr: Pilze ohne ausreichendes Wissen sammeln

Viele Menschen in Deutschland nutzen Pilze gezielt zum Kochen und integrieren sie gerne fest in ihre Küche. Sie sammeln Steinpilze, Pfifferlinge oder Champignons und bereiten daraus traditionelle Gerichte zu. Pilze liefern dabei nicht nur Geschmack, sondern gelten auch als vielseitige Zutat für ganz unterschiedliche Rezepte. Restaurants greifen ebenfalls oft auf frische Pilze zurück und bieten saisonale Gerichte an. Dadurch wächst die Nachfrage in den Herbstmonaten deutlich. Gleichzeitig steigt das Interesse am eigenen Sammeln, da viele Menschen Wert auf regionale und selbst gesuchte Lebensmittel legen. Trotz dieser Beliebtheit kommt es immer wieder zu Problemen beim Sammeln und Zubereiten von Pilzen.

Pilz in deutschen Wäldern kann tödlich sein

Einige Menschen erkennen essbare und giftige Arten nicht sicher und nehmen deshalb gefährliche Pilze aus dem Wald mit. Andere bereiten Pilze nicht korrekt zu, obwohl bestimmte Sorten nur erhitzt verträglich sind. Dadurch entstehen gesundheitliche Risiken, die von Magenbeschwerden bis zu schweren Vergiftungen reichen. Fachleute raten deshalb zu Vorsicht und empfehlen, nur eindeutig bestimmbare Pilze zu sammeln.

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Im Frühjahr rücken die Morcheln besonders in den Fokus vieler Pilzsammler. Auch im Handel sind sie regelmäßig erhältlich, etwa in konservierter Form. Dennoch bringt ihr Verzehr gesundheitliche Risiken mit sich, die häufig nicht ausreichend beachtet werden. So meldeten Schweizer Behörden innerhalb eines Jahres nun mehrere schwere Vergiftungsfälle im Zusammenhang mit Morcheln. Zudem kam es seit 2014 zu zwei Todesfällen. Roh oder unzureichend gegart können die Pilze Vergiftungserscheinungen auslösen, zudem reagieren einige Menschen selbst nach korrekter Zubereitung empfindlich. Hinzu kommt die Verwechslungsgefahr mit giftigen Doppelgängern, die für unerfahrene Sammler ein zusätzliches Risiko darstellt.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Deutsche Leberstiftung, DGfM)