Geld sparen: 4000 Jahre alte Garten-Methode erlebt Comeback

Eine Person hält einen durchsichtigen Messbehälter, in dem sich Wasser befindet. Dahinter steht ein Fass voll Wasser in einem reichlich begrünten Garten, welches durch eine Regenrinne befüllt wird.
Symbolbild © istockphoto/schulzie

Eine 4000 Jahre alte Bewässerungsmethode für Garten und Balkon erlebt gerade ihr Comeback. Sie spart nicht nur Wasser – und damit bares Geld –, sondern auch Zeit und Kraft. Dabei ist es so einfach.

Es gibt einige Methoden, die das Hegen und Pflegen der geliebten Pflanzen erleichtern. Besonders beim Gießen haben sich findige Köpfe im Laufe der Jahrhunderte clevere Lösungen einfallen lassen.

Garten und Balkon: Unpraktische Gieß-Methoden

Viele kennen es: Bei besonders heißen Temperaturen bedeutet das regelmäßiges und ausgiebiges Gießen. Ist dann nicht einmal ein Gartenschlauch vorhanden, heißt es: Gießkanne schleppen. So oder so sind beide Methoden zeitintensiv, anstrengend und vor allem auf Dauer kostspielig. Ist die Umgebungstemperatur derart hoch, wie es im Sommer zumeist der Fall ist, verdunstet das meiste in den oberen Erdschichten einfach. Mehrere Liter Wasser sind somit wortwörtlich in die Luft geschossen.

Gießt man tagsüber in der prallen Sonne, kann es zudem passieren, dass die Pflanzen verbrennen. Ein Gartenschlauch macht den Vorgang zwar etwas weniger anstrengend – das Resultat ist jedoch dasselbe. Im Falle einer Wasserknappheit, wie sie in den vergangenen Jahren immer wieder vorkam, treten immer wieder Gießverbote auf. All dem kann man auf cleveren Weg abhelfen.

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Alte und neue Methoden für Garten und Balkon

Besonders in der Landwirtschaft ist die Tröpfchenbewässerung in den letzten Jahren wieder stark im Kommen. Die eigentlich aus der Antike stammende Methode findet inzwischen auch in vielen Gärten Anklang. Sie eignet sich besonders gut für größere Beete und kann sowohl unter- als auch oberirdisch eingesetzt werden. Mittlerweile gibt es derlei Bewässerungssysteme auch für den Balkon. Für einzelne Pflanzen gibt es jedoch auch Bewässerungsstecker aus Glas oder Ton. Wer nur eine vorübergehende Lösung sucht, kann sich aus einer PET-Flasche selbst eine ähnliche Methode selbst basteln. So ist eine gleichmäßige Wasserzufuhr bis zu 14 Tagen gesichert.

Ein regelrechtes Comeback erleben derzeit die sogenannten Olles. Dabei handelt es sich um bauchige Tongefäße, die bis zum Hals in der Erde vergraben und mit Wasser gefüllt werden. Die Wände sind wasserdurchlässig, wodurch die Feuchtigkeit langsam in den Boden geht. Dieser Sog findet jedoch nur statt, wenn die Erde auch trocken ist. Damit lassen sich rund 70 Prozent Wasser einsparen. Und Schädlinge und Unkraut haben es so deutlich schwerer.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, MDR Garten, Plantura, Gartenjournal.net)