
Viele Urlauber laufen im flachen Wasser barfuß ans Meer. Genau dort versteckt sich jedoch ein Fisch, der zu den giftigsten Europas zählt. Ein Stich verursacht sofort starke Schmerzen und kann den Urlaub schlagartig beenden.
Das Petermännchen lebt an den Küsten von Nordsee und Ostsee. Der Fisch wird nur wenige Zentimeter groß und tarnt sich perfekt. Er gräbt sich im Sand ein und lässt oft nur Augen und Rückenflosse aus dem Boden ragen. Genau deshalb treten Badegäste immer wieder versehentlich auf ihn.
Ostseeurlauber sollten jetzt aufpassen: Giftfisch sorgt für Angst und Schrecken
Die Giftstacheln sitzen an der Rückenflosse und an den Kiemendeckeln. Sobald Druck auf den Fisch wirkt, stößt er die Stacheln nach oben und gibt sein Gift ab. Betroffene berichten von einem stechenden, brennenden Schmerz, der innerhalb weniger Sekunden einsetzt. Die Schmerzen gelten als außergewöhnlich stark und können mehrere Stunden anhalten. Häufig schwillt die betroffene Stelle deutlich an und rötet sich. Manche Menschen reagieren zusätzlich mit Übelkeit, Schwindel oder Kreislaufproblemen.
Besonders häufig entdecken Experten Petermännchen in den warmen Sommermonaten. Steigende Wassertemperaturen begünstigen ihre Ausbreitung. Deshalb steigt während der Ferienzeit auch das Risiko für Badegäste.
Schnell Hilfe holen: Giftfisch breitet sich aus
Wenn der Fisch zusticht, tickt die Uhr. Die wichtigste Sofortmaßnahme ist heißes Wasser. Das betroffene Körperteil sollte möglichst rasch für 30 bis 90 Minuten in etwa 40 bis 45 Grad warmem Wasser gehalten werden. Die Wärme kann das Eiweißgift teilweise zerstören und die Schmerzen deutlich lindern. Anschließend sollte die Wunde gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Stecken noch Stachelreste in der Haut, sollten diese vorsichtig entfernt werden. Bei starken Schwellungen, Atemproblemen, Kreislaufbeschwerden oder anhaltenden Schmerzen ist ein Arztbesuch oder der Notruf notwendig.
Urlauber können das Risiko mit einfachen Maßnahmen deutlich verringern. Badeschuhe schützen zuverlässig vor den Giftstacheln. Wer ohne Schuhe ins Wasser geht, sollte die Füße nicht anheben, sondern langsam durch den Sand schlurfen. Dadurch schwimmen viele Fische rechtzeitig davon, bevor es zu einem Stich kommt. Auch wenn schwere Vergiftungen selten bleiben, unterschätzen viele Menschen das Petermännchen. Gerade an Nordsee und Ostsee lohnt es sich deshalb, beim Baden aufmerksam zu bleiben.
(Quellen: DLRG, BSH, Deutsche Gesellschaft für Maritime Medizin)














