Große Krise droht: Traditions-Getränkehersteller vor der Insolvenz

Ein Blick auf Weinberge vor einem Sonnenuntergang. Die Reben sind grün und tragen Früchte. Im Hintergrund versinkt langsam die Sonne am Horizont.
Symbolbild © istockphoto/A-Tom

Ein Traditions-Getränkehersteller steht vor der Insolvenz und löst damit eine große Krise aus. Die Folgen reichen weiter, als sich viele vorstellen können. Die Mitarbeiter sind besorgt um ihre Zukunft.

Es ist eine bittere Nachricht für gleich mehrere Unternehmen: Ein Traditions-Getränkehersteller steht vor der Insolvenz und löst damit eine große Krise aus, die zu einem Massen-Niedergang führen könnte.

Düstere Zukunft: Eine ganze Branche kämpft ums Überleben

Immer mehr Getränkehersteller gehen pleite. Besonders betroffen sind davon Brauereien. Denn nachweislich ging der Bierkonsum in der Bevölkerung im Laufe der letzten Jahre deutlich zurück. Die Menschen hierzulande trinken einfach weniger Alkohol und alkoholische Mischgetränke als früher. Die Brauereien müssen sich deshalb etwas einfallen lassen, um zu überleben. Immer mehr von ihnen setzen auch auf alkoholfreie Getränke und erweitern damit ihr Sortiment.

Von dem Trend, weniger Alkohol zu trinken, sind auch andere Getränkehersteller betroffen. Diese kämpfen jedoch nicht nur mit der Zurückhaltung der Kundschaft und den gestiegenen Kosten für Energie und Rohstoffe, sondern müssen sich auch auf ein weiteres großes Problem einstellen. Denn nun hat ein bestimmter Traditions-Getränkehersteller Insolvenz angemeldet und reißt wohl viele Betriebe mit sich in die Pleite. Experten sprechen von einer echten Welle, die womöglich losgetreten wurde.

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Traditions-Getränkehersteller vor Insolvenz: „Krise von unvorstellbarem Ausmaß“

Anfang Juli soll es so weit sein: Die Winzergenossenschaft Winzer von Baden eG in Wiesloch nahe Heidelberg will Insolvenz anmelden. Dadurch wären zwar die direkt bei der Genossenschaft angestellten Menschen für die nächsten drei Monate über das Insolvenzgeld abgesichert. Für die ca. 900 in der Genossenschaft befindlichen Winzer und ihre Familien hingegen sieht es düster aus. Sie haben zuletzt nicht einmal mehr das sogenannte Traubengeld erhalten. Das ist das Geld, das sie bekommen, wenn sie ihre Trauben abliefern. Das Obst wird dann an anderer Stelle zu Wein verarbeitet und in Flaschen abgefüllt.

Und nicht nur das ist ein großes Problem. Auch die Ernten im Rhein-Neckar-Gebiet und in ganz Deutschland leiden unter dem derzeitigen Wetter. Durch die Hitze platzen die Trauben auf und werden anfällig für Pilze. Deshalb züchte man laut Angaben von Winzern mittlerweile resistentere Sorten wie Sauvignac und verzichte auf empfindliche Arten wie Riesling. Für die rund 900 betroffenen Familienbetriebe bahnt sich womöglich dennoch eine Katastrophe an.

(Quellen: Rhein-Neckar-Zeitung, Weinwirtschaft, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)