Großer Kahlschlag: Aldi streicht nun über 1.000 Arbeitsplätze

Der Eingang eines Aldi-Süds. Vor dem Eingang stehen mehrere Einkaufswagen. Ein Kunde hat sein Fahrrad abgestellt. Einige Kunden haben ihren Einkauf erledigt und verlassen den Discounter.
Symbolbild © istockphoto/Roger Utting Photography

Für die Belegschaft dürfte diese Ankündigung ein großer Schock sein: Aldi plant, über 1.000 Arbeitsplätze zu streichen. Das erfolgreiche Unternehmen fährt offenbar einen drastischen Sparkurs – und löst damit eindeutige Reaktionen bei den Mitarbeitern aus.

Selbst bei einem etablierten Discounter scheint der Arbeitsplatz nicht mehr sicher zu sein, zumindest bei Aldi. Der Handelskonzern geht einen drastischen Schritt.

Discounter führt strategische Änderungen durch ‒ mit harten Folgen

Gemeinsam mit Lidl und Aldi Nord gilt Aldi Süd als der erfolgreichste Discounter Deutschlands. In unsicheren Zeiten greifen jedoch selbst etablierte Konzerne zu drastischen Maßnahmen. Auch Aldi Süd hat sich nun für einen folgenschweren Schritt entschieden, der zahlreiche Mitarbeiter direkt trifft. Auf Plattformen für Arbeitgeberbewertungen sind bereits die ersten negativen Bewertungen zu lesen, die auf die Frustration der betroffenen Belegschaft hindeuten.

Jetzt ist es raus: Aldi will über 1.000 Arbeitsplätze streichen

Über 1.000 Arbeitsplätze will Aldi Süd bis 2027 streichen. Allerdings sollen Arbeitnehmer das Unternehmen freiwillig verlassen. Betroffen sind vor allem Mitarbeiter, die in der Digitalsparte tätig sind. Die Abwicklung der Abfindungsdetails habe man an einen Dienstleister ausgelagert, heißt es auf der Bewertungsplattform Kununu zum Arbeitgeber Aldi DX. Telefonisch sei dieser allerdings nicht erreichbar, lautet die Beschwerde eines Angestellten. Außerdem sei die Stimmung „im Keller“, heißt es in einem anderen Kommentar. Laut Medienberichten verzichtet das Unternehmen darauf, Stellung zu Mutmaßungen oder betriebsinternen Vorgängen zu beziehen. Es handelt sich jedoch offenbar um eine Sparmaßnahme.

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Mit den Kosten für die Digitalstrategie hätte Aldi sich verkalkuliert, weshalb nun Konsequenzen folgen müssten. Am Hauptsitz in Mülheim an der Ruhr bedeutet das: Zahlreiche Mitarbeiter aus der IT- und Digitalabteilung erhalten Angebote für eine Abfindung, damit es nicht zur Kündigung durch den Arbeitgeber kommen muss. Bereits zuvor hätten einige das Unternehmen freiwillig verlassen. Weil die wirtschaftliche Lage in Deutschland ohnehin angespannt ist, sorgt diese Nachricht wohl bei vielen für Ernüchterung. Gleichzeitig plant Aldi eine Änderung in den Regalen, denn bestimmte Produkte sollen verschwinden. Ob weitere Schritte hinzukommen, dürfte sich in den kommenden Monaten zeigen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, dpa)