
Die Krankenkassenbeiträge stiegen und die Bürger in Deutschland taten das Naheliegendste: Sie wechselten die Krankenkasse. Doch nun nimmt die günstigste Krankenkasse keine neuen Mitglieder mehr auf.
Eine schlechte Nachricht für die Menschen in Deutschland: Die günstigste Krankenkasse nimmt keine neuen Mitglieder mehr auf. Zumindest in bestimmten Bundesländern nicht. Die Kasse selbst fordert eine Änderung.
Experten legen Wechsel nahe: Beiträge steigen enorm an
Wie bereits im vergangenen Jahr angekündigt haben die Krankenkassen ihre Beiträge erhöht. Damit haben viele Arbeitnehmer jetzt weniger Netto vom Brutto. Und ein Ende ist bisher nicht in Sicht. Im Gegenteil: Aufgrund der hohen Ausgaben erwarten die Kassen ein großes Minusgeschäft und fordern daher entweder massive Einsparungen oder aber höhere Beiträge.
Wer die Möglichkeiten kannte, nutzte die Chance und sah sich nach einer anderen Krankenkasse um. Dabei zählten nicht nur die Leistungen, sondern Verbraucher warfen auch einen Blick auf die Beitragshöhe. Laut Experten kann man bei einem Wechsel Hunderte Euro pro Jahr einsparen.
Günstigste Krankenkasse nimmt keine Mitglieder mehr auf – und fordert eine grundlegende Änderung
Mit einem Beitragssatz von 16,78 Prozent und einem Zusatzbeitrag von 2,18 Prozent gilt die BKK firmus als die günstigste Krankenkasse in Deutschland. Viele Arbeitnehmer haben in diese gesetzliche Krankenversicherung gewechselt. Und die Mitgliederzahlen können sich inzwischen sehen lassen. Von ehemals 99.000 Mitgliedern stieg die Anzahl nun auf 1,1 Millionen Versicherte an.
Doch in sechs Bundesländern darf die BKK firmus inzwischen keine neuen Versicherten mehr aufnehmen. Dazu zählen Thüringen, Schleswig-Holstein, das Saarland, Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Diese Entscheidung traf aber nicht die Krankenkasse selbst, sondern die zuständige Aufsichtsbehörde. Hintergrund ist, dass die Trägerunternehmen in diesen sechs Bundesländern nicht mehr existieren. Deshalb darf aufgrund einer Sonderregelung für Betriebskrankenkassen die BKK firmus keine Mitglieder aufnehmen, die nicht dort wohnen oder beim dort ansässigen Arbeitgeber arbeiten. Keine Sorgen machen müssen sich die Bestandskunden. Deshalb fordert die BKK firmus, dass diese Regelung aufgehoben wird, damit die Bürger in Deutschland zukünftig ihre Krankenkasse komplett frei wählen können.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Stiftung Warentest, BKK firmus)














