„Hart durchgegriffen“: Erste Kaufland-Filiale setzt Maßnahmen ein

Der große Eingang einer Traditionsfiliale von Kaufland. Der Standort erscheint gigantisch. Über den Eingangstüren prangt in roter Schrift der Kaufland-Schriftzug. Links daneben leuchtet das berühmte Logo der Supermarktkette.
Symbolbild © imago/Manfred Segerer

Eine Kaufland-Filiale ergreift besondere Maßnahmen, um gegen Diebe vorzugehen. Da immer wieder Einkaufswagen verschwinden, hat die Filialleitung jetzt hart durchgegriffen und die Wagen gegen Diebstahl gesichert.

In Hinterhöfen, am Straßenrand oder mitten auf einer Wiese – längst hat man sich an das Bild gewöhnt, an solchen Orten immer mal wieder einen Einkaufswagen zu entdecken. Letztlich hat jedoch der betroffene Supermarkt den Schaden.

Diebstahl und Gefahr: Kaufland-Filiale greift durch

Beutel oder Korb vergessen und keine Lust, dafür auch noch Geld auszugeben – der Einkaufswagen tut es schließlich auch. Immerhin sind die Waren bereits im Korb und bequem nach Hause rollen lässt er sich auch. Oder aber Jugendliche, die sich einen Spaß daraus machen, einen Einkaufswagen als Gefährt zu benutzen. So oder so landet der Wagen anschließend irgendwo, nur nicht da, wo er hingehört.

Nicht nur ist das Diebstahl – schließlich gehört der Wagen einem Supermarkt oder Discounter –, es ist auch nicht ungefährlich und störend. Solche Einkaufswagen blockieren Wege, Straßen und Zugänge. Stehen sie ungünstig (beispielsweise etwas abschüssig), können sie unversehens losrollen. Nicht jeder Mensch ist in der Lage, schnell auszuweichen. Um dem einen Riegel vorzuschieben, hat sich eine Kaufland-Filiale in Nordrhein-Westfalen etwas einfallen lassen.

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Kaufland-Filiale will künftige Wagendiebstähle verhindern

Da die Mitarbeiter der Kaufland-Filiale in Marl (Kreis Recklinghausen) es satthaben, regelmäßig loszuziehen, um Einkaufswagen einzusammeln, hat die Filialleitung spezielle Maßnahmen ergriffen. Seit Oktober 2025 befinden sich an den Ausfahrten spezielle Magnetstreifen im Boden, die wie eine unsichtbare Wand wirken. Sobald ein Einkaufswagen über die Grundstücksgrenze geschoben wird, blockieren die Vorderräder. Diese sogenannte Wegfahrsperre verhindert umgehend, dass der Wagen weiter bewegt werden kann. Auch sei die unsichtbare Grenze unumgänglich. Dreiste Diebe haben also keine Chance mehr.

Wie Kaufland angibt, seien solche Systeme bereits an mehreren Filialen verbaut. Welche dies genau betrifft, will das Unternehmen nicht preisgeben. Seit geraumer Zeit ist jedoch bekannt, dass Standorte in Halle-Neustadt und Duisburg über dieselben Systeme verfügen. Bisher scheinen die Wegfahrsperren jedenfalls das zu tun, was sie sollen: Sie verhindern, dass jemand mit einem Einkaufswagen abhaut. Da es sich hierbei um elektromagnetische Systeme handelt, machen sich einige Kunden jedoch auch Sorgen, ob sich dies auf Herzschrittmacher und ähnliche Geräte auswirkt. Die Verantwortlichen geben jedoch Entwarnung.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Kaufland)