Harter Einschnitt: Möbelriese IKEA streicht nun Hunderte Stellen

Die Ansicht eines IKEA-Möbelhauses von vorn bei Nacht. Die gläserne Front des Möbelhauses ist im Dunkeln zu sehen. Das große IKEA-Schild leuchtet. Vorn befindet sich auch der Eingang in das schwedische Shoppingcenter.
Symbolbild © istockphoto/Robert Way

Der beliebte schwedische Möbelriese IKEA streicht schon bald Hunderte Stellen. Betroffen sind die Mitarbeiter in zwei Bereichen des Unternehmens. Damit will IKEA künftig einige Prozesse vereinfachen.

IKEA ist die erste Adresse, wenn es um Möbel, Dekor und Köttbullar geht. Doch auch ein derart großes Unternehmen muss zuweilen harte Einschnitte vornehmen und neue Strukturen etablieren, um das Geschäft am Laufen zu halten.

IKEA streicht Hunderte Stellen

Der Einrichtungsriese IKEA will Strukturen und Prozesse vereinfachen und streicht deshalb weltweit rund 850 Stellen. Rund 300 Arbeitsplätze streicht die Geschäftsführung in Schweden. In Deutschland trifft es Dortmund besonders hart. Allein in der rheinischen Metropole sind 233 Mitarbeiter von dem Stellenabbau betroffen. In einer Pressemitteilung begründet die Inter-Ikea-Group die extreme Entscheidung damit, dass der Konzern zu komplex geworden sei und Kosten gesenkt werden müssen.

Es bedarf Einfachheit und schnelleren Entscheidungen, heißt es weiter. Somit sollen bei der Ikea Purchasing Services Germany GmbH (dem Einkaufs- und Logistikbereich) bis zum Jahresende 170 der insgesamt 270 Stellen wegfallen. Auch die Ingka Group gehört zum Konzern und ist die IT-Abteilung von IKEA – bislang noch. Bis Ende Oktober soll der Standort in Dortmund schließen. 63 Angestellte verlieren dadurch ihren Job.

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Harter Einschnitt für Hunderte IKEA-Mitarbeiter

Die logistischen Aufgaben möchte das Unternehmen künftig auf das europäische Ausland auslagern. Das Logistikzentrum wird jedoch nicht gänzlich eingestampft. 100 Mitarbeiter sollen erhalten bleiben. Die digitalen Prozesse will IKEA in globalen Zentren – sogenannten Hubs – bündeln. Dortmund sei keiner dieser Hubs und schließe deshalb komplett. All jene, denen eine Kündigung droht, sollen jedoch Unterstützung bei der Jobsuche erhalten. Auch gibt es die Möglichkeit, sich an anderen Standorten zu bewerben, sofern man weiter ein Teil von IKEA bleiben will.

Die Einrichtungshäuser selbst sind vom Stellenabbau nicht betroffen. Dort muss sich also erst einmal niemand Sorgen um seine berufliche Zukunft machen. Auch Kunden haben nichts zu befürchten – im Gegenteil. Die Neustrukturierung soll vordergründig den Verbrauchern zuträglich sein. Schließlich sind die erklärten Ziele des Unternehmens: Wachstum, niedrigere Preise, einfachere Strukturen und mehr Kunden.

(Quellen: IKEA, RUHR24, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)