
Mit dem September steigt die Feuchtigkeit draußen, und damit wächst auch die Bedeutung eines guten Raumklimas. Wer falsch lüftet oder heizt, kann Schimmel und schlechte Luft begünstigen – diese Haushaltsfehler können krank machen.
Draußen nimmt die Feuchtigkeit vielerorts zu, deshalb sollten Haushalte jetzt besonders darauf achten, wie sie mit Luft und Wärme in den eigenen vier Wänden umgehen. Denn feuchte Raumluft kann sich an kalten Flächen niederschlagen und damit Bedingungen schaffen, unter denen Schimmel entstehen kann.
Fehler beim Lüften haben Folgen
Beim Lüften und Heizen unterläuft vielen Menschen ein häufiger Fehler: Sie unterschätzen, wie schnell sich Feuchtigkeit in Innenräumen sammeln kann. Manche Menschen öffnen die Fenster nur kurz auf Kipp, andere lassen Räume stark auskühlen oder drehen die Heizung beim Lüften nicht herunter. Auch beim Kochen, Duschen oder Trocknen von Wäsche gelangt zusätzliche Feuchtigkeit in die Raumluft. Bleibt diese im Zimmer, kann sich das Raumklima verschlechtern. Hinzu kommen weitere Belastungen: Menschen geben Kohlendioxid und Körpergerüche an die Luft ab, zudem entstehen beim Kochen, Heizen oder Rauchen weitere Stoffe. Regelmäßiger Luftaustausch hilft deshalb, die Raumluft zu verbessern und überschüssige Feuchtigkeit nach draußen zu bringen.
Haushaltsfehler können krank machen: Regeln helfen gegen feuchte Räume
Besonders effektiv funktioniert das Lüften mit weit geöffneten Fenstern. Wer mehrere Fenster gegenüberliegend öffnet, kann zusätzlich für Durchzug sorgen und die verbrauchte Raumluft schneller austauschen. Im Sommer empfiehlt sich eine Lüftungsdauer von etwa 20 bis 30 Minuten, im Winter reichen in der Regel fünf bis zehn Minuten. Auch beim Wäschetrocknen kann die Luft im Raum feuchter werden. Die Heizung sollte bei geöffnetem Fenster ausgeschaltet werden, damit keine Wärme unnötig verloren geht.
Auch die richtige Raumtemperatur spielt eine wichtige Rolle, denn ausreichend beheizte Räume helfen dabei, Feuchtigkeitsprobleme zu begrenzen. Die Wohnräume sollten deshalb nicht dauerhaft auskühlen. Als Orientierung gilt eine Temperatur von mindestens 17 Grad Celsius in den Räumen. Türen zwischen unterschiedlich warmen Bereichen sollten geschlossen bleiben. Zusätzlich beeinflusst die Bauweise den Luftaustausch: Moderne Fenster und eine gute Wärmedämmung sparen zwar Energie und halten Außenflächen wärmer, zugleich können sich dadurch Stoffe aus dem Alltag stärker in der Raumluft sammeln. Deshalb bleibt regelmäßiges Lüften auch in gut gedämmten Gebäuden wichtig.
(Quellen: BMUKN, UBA, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














