Herbstarbeit mit Zuschuss: Laubfegen bringt jetzt echtes Geld ein

Ein Besen mit roten Borsten, der abgefallene Blätter zusammenfegt. Die Blätter, die in Gelb- und Brauntönen gefärbt sind, liegen verstreut auf einem gepflasterten Boden. Es ist Herbst.
Symbolbild © imago/Shotshop

Bald fällt das Laub ‒ und damit naht eine Chance, die kaum jemand auf dem Schirm hat: eine spezielle Herbstarbeit mit Zuschuss. Für diese Tätigkeit erhalten Hobbygärtner unter Umständen eine gute Summe Geld.

Gartenarbeit kostet Zeit und Kraft. Doch aufgepasst: Wenn folgende Voraussetzungen vorliegen, wird das Laubfegen mit etwas Glück entlohnt.

Entschädigung möglich: Zuschuss für Herbstarbeit bekommen

Der Herbst hält Einzug. Ob Gartenmöbel reinigen und lagern oder das Laub zusammenfegen: Für Gartenbesitzer ist die Jahreszeit häufig mit Aufwand verbunden. Wer sich gerne an der frischen Luft und in der heimischen Naturoase aufhält, fühlt sich dadurch nicht belastet. Studien belegen sogar, dass sich Gartenarbeit positiv auf die Psyche auswirkt und beim Stressabbau hilft. Und doch gibt es einen Haken, wenn es um die Beseitigung der bunten Herbstblätter geht. Deshalb ist es unter Umständen sogar möglich, Geld für die Arbeit zu bekommen.

Das sind die Voraussetzungen für Grundstückseigentümer 

Wenn große Mengen Laub vom Nachbarn regelmäßig auf dem eigenen Grundstück landen, müssen Eigentümer die Blätter aufwändig beseitigen. Aber bald klingelt vielleicht die Kasse, weil die Arbeit unter bestimmten Voraussetzungen entschädigt werden kann. Wie viel Geld es gibt, hängt maßgeblich vom Mehraufwand ab, den Eigentümer leisten müssen, um die Blätter zu beseitigen. Die Bedingungen für die sogenannte „Laubrente“ sind streng: Wer die Entschädigung von den Nachbarn erhalten will, muss eine unzumutbare Belastung nachweisen (§ 906 Abs. 2 Satz 2 BGB). Darunter verstehen Gerichte, dass deutlich mehr Laub als ortsüblich auf das Grundstück fällt und Eigentümer sich erheblich beeinträchtigt fühlen ‒ etwa durch wiederholt verstopfte Dachrinnen.

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Die Laubrente einzufordern, ist für Betroffene in der Praxis nicht ganz einfach. Sie müssen die Belastung und den Mehraufwand belegen können. Üblicherweise haben sie damit vor Gericht wenig Erfolg, wie Fälle aus der Vergangenheit zeigen. Dennoch empfiehlt sich im Zweifelsfall eine anwaltliche Beratung. Tipp: Besser ist es, sich mit den Nachbarn zu einigen, um das Verhältnis nicht zu belasten und eine friedliche Lösung für alle Beteiligten zu finden.