
Das Prinzip der Shrinkflation ist den meisten Verbrauchern bekannt. Doch Hersteller sparen auch bei den Zutaten, sodass bislang beliebte Lebensmittel eine schlechtere Qualität bekommen. Die Verbraucherzentralen schlagen Alarm.
Viele Kunden bemerken die schleichende Veränderung beim täglichen Einkauf im Supermarkt oft erst beim genaueren Hinsehen. Die veränderte Herstellungsweise wirft grundlegende Fragen zum echten Wert der bekannten Produkte auf.
Shrinkflation: beliebte Methode der Hersteller bei steigenden Preisen
Shrinkflation (auch Schrumpflation genannt) ist eine versteckte Form der Preiserhöhung, bei der Hersteller die Füllmenge, das Gewicht oder die Größe eines Produkts verringern, während der Preis im Laden gleich bleibt oder sogar steigt. Das Tückische: Die Verpackung sieht von außen fast genau so aus wie vorher, ist aber weniger stark gefüllt oder enthält weniger Stücke. Viele Käufer merken die Änderung im Alltag erst einmal nicht, weil sich der Endpreis an der Kasse nicht verändert hat. Da der Preis unverändert bleibt, zahlt man pro Gramm, Milliliter oder Stück letztlich deutlich mehr Geld. Die Verbraucherzentrale warnt regelmäßig vor solchen Mogelpackungen.
Hersteller sparen bei Zutaten: Diese Lebensmittel sind betroffen
Skimpflation bezeichnet eine verdeckte Form der Teuerung, bei der Unternehmen die Qualität von Produkten verringern oder den Service verschlechtern, während der Preis des Angebots unverändert bleibt. Hersteller tauschen hochwertige Zutaten gegen günstigere Alternativen aus. Ein Beispiel ist die Verwendung von billigem Pflanzenfett anstelle von Kakao in Süßigkeiten oder weniger Fleisch beziehungsweise Käse auf Fertiggerichten.
Für dieses Verfahren gibt es leider berühmte Beispiele. Der Saft „Trinkgenuss Orange“ von Granini wurde von 100 % Fruchtgehalt auf nur noch 50 % heruntergestuft. Aus dem Fruchtsaft wurde damit rechtlich ein „Nektar“, der mit Wasser und Zucker gestreckt ist. Der Preis im Regal blieb jedoch gleich hoch. Statt echtem gebrühten Schwarztee (zuvor 92 %) verwendet Coca-Cola bei dem „Fuze Tea“ nun löslichen Tee-Extrakt. Zudem wurde der Pfirsichsaftanteil drastisch um 90 % gekürzt. Auch bei Milchprodukten, Fertiggerichten, Soßen und Genussmitteln haben die Hersteller drastisch eingespart. Bei den Verbraucherzentralen gehen regelmäßig Beschwerden ein. Die Hersteller rechtfertigen dies allerdings oftmals mit einer „verbesserten Rezeptur“.
(Quellen: VZHH)














