
Die Bierkrise in Deutschland fordert nun ein weiteres Opfer: Eine Kult-Brauerei steht plötzlich auf der Kippe und kämpft mit großer Ungewissheit. Warum das Unternehmen in die Insolvenz gerutscht ist – und wie es indessen um den Betrieb steht.
Dass es jetzt ein weiteres Traditionsunternehmen aus Franken getroffen hat, schockiert die Branche. Doch die Insolvenz in Eigenverwaltung kommt nicht völlig aus dem Nichts – sie ist ein weiteres Warnsignal für den gesamten Biermarkt, der zunehmend zwischen sinkenden Absatzzahlen und explodierenden Produktionskosten zerrieben wird.
In Deutschland wird immer seltener Bier getrunken
In Deutschland wird offenbar immer seltener zur Flasche gegriffen, denn der Konsum von Bier ist statistisch insgesamt rückläufig. Die Gründe dafür sind vielfältig. Einer davon ist das gestiegene Gesundheitsbewusstsein, das sich hierzulande zeigt. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) klärt auf, dass der übertriebene Genuss von Alkohol über 200 verschiedene Erkrankungen begünstigen kann. Demnach ist der Rückgang zwar positiv zu werten, doch für das Biergeschäft ist die Entwicklung eher besorgniserregend.
Eine Folge davon: Immer häufiger müssen Brauereien schließen. Neben dem veränderten Verhalten vieler Verbraucher kommen gestiegene Energie- und Rohstoffkosten hinzu. Inzwischen hat es eine weitere Brauerei mit langer Tradition getroffen, denn auch sie ist jetzt offiziell in der Insolvenz gelandet und bangt nun um die Zukunft.
Großer Schock: Kult-Brauerei plötzlich auf der Kippe
Grund des Verfahrens in Eigenverwaltung sind Absatz- und Umsatzprobleme, die offenbar schon etwas länger bestehen. Die Gläubigerversammlung ist nach aktuellem Stand für den 17. Juni in Coburg geplant. Erst danach dürfte sich wohl zeigen, wie es tatsächlich um das weitere Vorgehen und um die Zukunft des Betriebs steht. Zu einer möglichen Schließung hat sich die betroffene Brauerei Leikeim aus Altenkunstadt nicht konkret geäußert.
Auf der Seite des Getränkeherstellers ist lediglich ein Statement zum Insolvenzverfahren zu lesen. Demnach will sich Leikeim wirtschaftlich neu aufstellen, verweist auf den laufenden Geschäftsbetrieb und bedankt sich bei den Mitarbeitern. Die Brauerei ist für ihre fränkischen Bierprodukte bekannt und schon seit fast 140 Jahren am Markt. Wohin die weitere Reise führt oder ob sie womöglich sogar endet, bleibt vorerst Spekulation.
(Quellen: inFranken.de, Leikeim, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














