Im Garten: Erste deutsche Stadt beschließt Grill-Verbot für Bürger

Auf einem Grill liegen mehrere Lebensmittel. Darunter befinden sich Würstchen und verschiedenes Gemüse. Ein Mann dreht gerade das Grillgut mit einer Zange um. Einfach draußen zu grillen, kann bis zu 200 Euro kosten.
Symbolbild © istockphoto/Julia Gomina

Eine schlechte Nachricht gibt es für die Bürger dieser deutschen Stadt, denn sie hat jetzt ein bestimmtes Grill-Verbot beschlossen. Der Grund für das Verbot ist ernst. Die Vorschrift sollte also unbedingt eingehalten werden.

Das dürfte so manchem Bürger in dieser Stadt gar nicht gefallen, denn jetzt wurde ein Grill-Verbot verhängt – für offene Feuer. Die Verantwortlichen bitten darum, sich unbedingt daran zu halten. Ansonsten können schwere Konsequenzen drohen.

Am Grillen scheiden sich die Geister – Gegner führen gewichtige Gründe ins Feld

Jedes Jahr grillen viele Menschen, sobald die Temperaturen dies zulassen. Der Sonnenschein lädt zum Verweilen im eigenen Garten ein. Diese Tradition stößt jedoch nicht bei allen auf Gegenliebe. Potenzielle Konflikte gibt es zuallererst mit den Nachbarn, die sich davon gestört fühlen und dementsprechend ablehnend reagieren können.

Doch Grill-Gegner bringen auch immer wieder andere Argumente vor. So schaden die Grill-Dämpfe offenbar den Menschen, die sie einatmen. Abgesehen davon ist das offene Feuer auch für die Umwelt nicht gut. Nicht selten führt das Grillen auf öffentlichen Plätzen zu Bränden, die vermeidbar gewesen wären.

Stadt erteilt für alle Bürger Grill-Verbot – aus wichtigem Grund

Nun gibt es tatsächlich eine erste deutsche Stadt, in der es für alle Bürger ein Grill-Verbot für offenes Feuer gibt. In Karlstadt wird den Menschen ab dem 1. Mai bis auf Weiteres das Grillen auf offenem Feuer und das Entfachen von Lagerfeuern untersagt. Die Stadt sah sich dazu aufgrund der aktuellen Wetterbedingungen gezwungen. Auch auf den dafür vorgesehenen Grillplätzen in Parks und an anderen öffentlichen Orten dürfen die Menschen erst einmal nicht grillen. Da es derzeit sehr warm ist und die Sonne scheint, könnte es zu großflächigen Bränden kommen. Flugzeuge überfliegen regelmäßig das gesamte Stadtgebiet und halten nach Waldbränden Ausschau.

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Doch auch im eigenen Garten werden die Bürger, die in Karlstadt wohnen, eingeschränkt. Zwar dürfen sie mit Holzkohle grillen. Aber auch auf dem privaten Grundstück ist das Entzünden von Lagerfeuern und anderen offenen Feuern nicht gestattet. Denn durch die Hitze und die Trockenheit können auch Grundstückshecken und Büsche sehr schnell in Brand geraten. Die Bürger sind angehalten, sich unbedingt an das Verbot zu halten. Ansonsten drohen strafrechtliche Konsequenzen und – im Falle eines Schadens – erhebliche Regressforderungen.

Update – Feuerverbot aufgehoben

Die Stadt Karlstadt hat aufgrund der Regenfälle und der gesunkenen Temperaturen das Feuerverbot wieder aufgehoben. Konkret hat die Stadt das Verbot bereits am Montag aufgehoben. Wegen der hohen Waldbrandgefahr war am Donnerstag offenes Feuer im Stadtgebiet verboten worden. Zudem fanden Beobachtungsflüge aus der Luft statt, um einem möglichen Waldbrand vorzubeugen.