Im Juni reagieren: Drahtwürmer breiten sich in deutschen Gärten aus

Gemüsebeet mit Gemüse und einem Zaun.
Symbolbild © istockphoto/Petra Richli

Im Juni breiten sich viele Drahtwürmer in den deutschen Gärten aus. Dagegen sollten Hobbygärtner etwas unternehmen, denn die Würmer gelten als Schädlinge.

Sie machen es sich gerne im Gemüsebeet gemütlich: Im Juni kommt es vermehrt zum Vorkommen von Drahtwürmern in deutschen Gärten. Diese Tipps helfen gegen die Schädlinge.

Drahtwürmer beseitigen

Im Juni fühlen sich sogenannte Drahtwürmer in den Gärten besonders wohl. Dabei haben sie es vor allem auf die üppigen Gemüsebeete der Hobbygärtner abgesehen. Die Schädlinge sind hier jedoch nicht sonderlich willkommen, denn sie können der kommenden Ernte schaden. Mit einigen Mitteln und Tricks lassen sich die Larven gut vertreiben.

Besonders beliebt sind bei den Drahtwürmern Gewächse wie Kartoffeln oder Salat. Sie knabbern sich ohne Unterlass durch die mühsam angebauten Pflanzen. An den feuchten Stellen in der Erde können sich die Larven des Schnellkäfers bis zur Gemüsewurzel durchwühlen. Diese verzehren sie dann entsprechend schnell.

Frühzeitig gegen Larven vorgehen

Experten raten dazu, bereits im Frühjahr ein wachsames Auge zu haben. Entdeckt man die Eier der Drahtwürmer, so sollte man diese möglichst schnell beseitigen. Kann eine Pflanze locker vom Boden abgehoben werden, so haben sich die Drahtwürmer in der Regel schon die Wurzeln schmecken lassen.

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Drahtwürmer haben eine eindeutig gelbe Farbe und sind so recht einfach zu erkennen. Hilfreiche Mittel in Form einer Chemiekeule sind in Deutschland zur Bekämpfung nicht zugelassen. Hobbygärtner ordnen ihre Gemüsepflanzen hierzulande deshalb oft so an, dass es den Tieren so schwer wie möglich gemacht wird, an ihre Leibspeisen zu kommen.

Kartoffelfalle bauen

Alternativ kann auch eine selbst gebaute Falle helfen. Dazu einfach Kartoffeln in kleine Scheiben schneiden, auf Holzspieße stecken und dort in den Boden stecken, wo die Drahtwürmer ihr Unwesen treiben. Nach und nach lassen sich die Tiere auf den Kartoffelspießen nieder, sodass sie ganz einfach aus der Erde gezogen und an einem anderen Ort abgesetzt werden können.

Ab Juni statten jedoch nicht nur Drahtwürmer, sondern auch Igel, Spitzmäuse, Laufkäfer, Schlupfwesten, Maulwürfe sowie Vögel den heimischen Gärten regelmäßig einen Besuch ab. Diese Tiere wiederum verspeisen die Larven der Drahtwürmer und können so nützlich bei der Bekämpfung der Schädlinge sein. Experten raten daher dazu, keine Fallen für diese Tiere aufzustellen.