
Viele trauen sich kaum noch, ihr E-Mail-Postfach oder den Briefkasten zu öffnen. Denn darin befinden sich meist nur Rechnungen und offene Geldforderungen. Immer mehr Bürger zahlen ihre Rechnungen nicht mehr pünktlich.
Miete, Strom, Lebensmittel – alles wird teurer. Doch die Einkommen steigen nicht oder nicht im gleichen Tempo. Dadurch geraten viele Haushalte immer häufiger in Zahlungsverzug.
Probleme spitzen sich zu: Immer mehr Bürger zahlen ihre Rechnungen nicht mehr pünktlich
Was früher durch etwas Sparen noch zu bewältigen war, bedeutet heute eine echte Belastung. Eine unerwartete Nachzahlung oder eine größere Rechnung reicht oft schon aus, um das finanzielle Gleichgewicht ins Wanken zu bringen. Auch der Andrang bei den Tafeln ist so groß wie nie zuvor. Immer mehr Haushalte haben Probleme damit, mit den finanziellen Mitteln überhaupt den ganzen Monat auszureichen.
Besonders schwer trifft es Menschen mit geringem oder mittlerem Einkommen. Verbraucherschützer berichten von einer deutlich gestiegenen Zahl von Hilfesuchenden, die ihre laufenden Kosten nicht mehr bezahlen können. Viele schieben Rechnungen aus Angst oder Scham vor sich her und geraten dadurch immer tiefer in die Schuldenfalle. Besonders groß ist die Angst von der Abrechnung der Energieversorger, die Anfang des Jahres hereintrudelt.
Psychischer Druck: Die Sorgen um offene Rechnungen steigen
Die Sorge um Geld begleitet Betroffene täglich, raubt ihnen den Schlaf und belastet ihre Familien. Experten warnen deshalb davor, Probleme auszusitzen. Wer frühzeitig das Gespräch mit Vermietern, Energieversorgern oder Beratungsstellen sucht, kann Schlimmeres oft noch verhindern.
Fest steht: Finanzielle Sorgen haben längst die Mitte der Gesellschaft erreicht. Für immer mehr Menschen geht es nicht mehr ums Sparen, sondern ums Durchhalten. Bereits im vergangenen Jahr stellte das Statistische Bundesamt fest, dass rund vier Millionen Bürger ihre Rechnungen an die Energieversorger nicht pünktlich begleichen konnten. Sie gerieten in Zahlungsverzug. Außerdem können viele Haushalte laut dem Bundesamt unerwartete Ausgaben von 1.200 Euro nicht einfach so bezahlen. Diese Mittel müssen dann zumeist als Kredit aufgenommen werden. So leben viele mit den monatlichen Raten.
(Quellen: Statistisches Bundesamt Deutschland)














