In 400 Supermärkten: Gefährliche Keime in Ekel-Wurst entdeckt

Es wird eine Wurst- und Fleischtheke mit einer großen Auswahl an Würsten in der Auslage gezeigt. Die verschiedenen Wurstsorten sind mit kleinen Preisschildern versehen und zum Teil verpackt.
Symbolbild © imago/Winfried Rothermel

Nun hat man gefährliche Keime in einer Ekel-Wurst entdeckt. Die Experten schlagen Alarm und raten dazu, diese Produkte nicht zu essen. Es sind rund 400 Supermärkte davon betroffen.

Nun hat man gefährliche Keime in einer Wurst entdeckt. In rund 400 Supermärkten hat man sie verkauft. Die Experten warnen eindrücklich davor.

Experten schlagen nun Alarm

Ein großangelegter Lebensmittelrückruf sorgt derzeit für Verunsicherung bei Verbrauchern in Nordrhein-Westfalen. Hier hat man in rund 400 Supermärkten potenziell gefährliche Zwiebelmettwurst verkauft. Der Grund ist der Nachweis von gefährlichen Keimen in einem beliebten Wurstprodukt einer Eigenmarke eines großen Händlers. Konkret betroffen sind mehrere Varianten der Schinken-Zwiebelmettwurst, welche die Filialen von REWE Dortmund betreibt. Darunter fallen sowohl Produkte aus der Selbstbedienung als auch Waren aus der Frischetheke. Das entscheidende Merkmal ist das Verbrauchsdatum mit dem 28. April 2026.

Auslöser für den Rückruf ist der Fund von gefährlichen Keimen oder, genau ausgedrückt, dem sogenannten Shigatoxin-bildenden Escherichia coli (STEC). Diese Bakterien lösen bei den Menschen teilweise schwere Erkrankungen aus. Typische Symptome sind Durchfall und Bauchschmerzen – in schweren Fällen drohen auch blutiger Durchfall, Fieber oder sogar akutes Nierenversagen. Medizinisch besonders problematisch sind die möglichen Spätfolgen einer Infektion. In seltenen Fällen kann sich das sogenannte hämolytisch-urämische Syndrom entwickeln. Diese schwere Komplikation kann vor allem bei Kindern, älteren Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem auftreten und ist unter Umständen lebensbedrohlich.

Lesen Sie auch
Ärzte vergleichen diese Lebensmittel jetzt sogar mit Zigaretten

Verzehr kann extrem gefährlich sein

Besonders tückisch: Man hat die gefährlichen Keime lediglich in einer einzelnen Probe entdeckt. Dennoch reagierte das Unternehmen sofort und zog alle betroffenen Produkte aus dem Verkauf. Ein solcher Schritt ist im Lebensmittelbereich üblich, um Verbraucher bestmöglich zu schützen.

Die zurückgerufenen Produkte wurden seit Mitte April 2026 verkauft – und zwar vor allem im Ruhrgebiet, am Niederrhein sowie im Münsterland und Sauerland. Kunden sollten die Wurst nicht essen, sondern stattdessen in den jeweiligen Märkten zurückgeben. Das kann man auch ohne Kassenbon in solchen Fällen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Rewe Dortmund, dpa)