
Das Sterben der Läden in den Innenstädten soll laut Experten weitergehen, denn fast 5.000 Geschäfte schließen in Deutschland in diesem Jahr. Ein Ende der Krise soll noch lange nicht in Sicht sein.
Laut Vorhersagen der Fachleute schließen in diesem Jahr in Deutschland fast 5.000 Geschäfte. Wer auf eine Entspannung der Lage gehofft hatte, wird wohl enttäuscht. Viele Inhaber bangen um ihre Existenz.
„Wenn selbst große Kaufhäuser betroffen sind…“: Ladenbesitzer fürchten um ihre Zukunft
Laut Prognosen der Experten sollen in diesem Jahr knapp 5.000 Läden ihre Türen für immer schließen. Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre auch in diesem Jahr fort. Besonders schwierige Zeiten seien die Jahre 2020 bis 2023 gewesen, so die Betroffenen. Und Experten geben ihnen recht. Nach den Zwangsschließungen inmitten des Corona-Lockdowns stand der Einzelhandel still. Die Kunden entdeckten eine lohnenswerte Alternative: Im Internet konnte man schnell das bestellen, was man benötigte, und zu einem deutlich günstigeren Preis. Als die Geschäfte in den Innenstädten wieder öffnen durften, blieb jedoch die Kundschaft aus.
Allein in den vergangenen zehn Jahren habe man laut Expertenschätzungen 70.000 Geschäfte verloren. Die Kunden sehen dies anhand der immer leerer werdenden Innenstädte. Viele Ladenlokale bleiben leer und lassen sich aufgrund der hohen Mieten auch nicht mehr so schnell neu vermieten. Besonders betroffen sind die mittelständischen und kleinen Unternehmen, so die Experten. Denn wenn selbst große Kaufhäuser wie Galeria Karstadt und KaDeWe ums Überleben kämpfen, sieht es für kleine Läden nicht besonders gut aus.
Fast 5.000 Geschäfte schließen: Noch kein Ende in Sicht
Laut Schätzungen des Handelsverbands Deutschland rechnet man auch im Jahr 2026 nicht mit einer Entspannung der Lage. In diesem Jahr sollen ca. 4.900 weitere Läden schließen, heißt es. Damit bangen immer mehr Inhaber um ihre Existenz. Dies wird auch noch so lange geschehen, wie die Kunden ausbleiben und die Kosten ins Unermessliche steigen.
Deshalb fordert der Handelsverband Deutschland, dass die Politik endlich ins Handeln kommt. So müsse man die Energiekosten deckeln, ebenso wie die Lohnnebenkosten. Erst wenn die Kosten überschaubar bleiben, könnten die Händler wieder Fuß fassen und weiterhin existieren. Ansonsten wird es in den deutschen Innenstädten wohl bald aussehen wie nach einer Apokalypse.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, HDE, dpa)














