
Die Krise in der Gastro-Branche trifft Betreiber noch immer hart. Auch ein Kult-Wirtshaus steht womöglich vor dem Ende, nachdem es nach der ersten finanziellen Schieflage zunächst noch etwas Hoffnung schöpfen konnte.
Jetzt steht offenbar alles auf dem Spiel: Ein beliebtes Restaurant mit langer Tradition kämpft erneut ums Überleben. Die Hintergründe.
Kult-Wirtshaus vor möglichem Ende
Um auswärts zu essen, müssen Restaurantbesucher rund 30 Prozent mehr als noch zu Beginn des Jahres 2020 zahlen. Seit der Coronapandemie kriselt es in der Branche. Die Energie- und Mietkosten sind gestiegen, Lebensmittel kosten mehr Geld, qualifiziertes Personal ist rar und teuer. Damit Kunden nicht von den hohen Preisen vergrault werden, suchen viele Gastronomen seither verzweifelt nach Lösungen. Viele mussten bereits den Betrieb schließen. Selbst bekannte Lokale mit gutem Ruf sind der Krise zum Opfer gefallen. Dazu gehört auch ein traditionsreiches Unternehmen, das jetzt ums Überleben kämpft.
Es ist nicht die erste Krise des Restaurants
Finanzielle Probleme hatten das Lokal bereits 2024 in eine schwierige Lage gebracht. Konsum- und Umsatzrückgänge setzten dem Betrieb spürbar zu. Es folgte ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung, das zunächst vielversprechend begann. Nach der Genehmigung des Sanierungsplans gelang es dem Unternehmen, die ersten Raten an die Gläubiger zu zahlen. Doch dann die Ernüchterung: Ab Frühjahr 2025 traten erneut Geldprobleme auf ‒ hohe Fixkosten für den Betrieb und die Personalkosten überforderten die Kasse. Jetzt steckt der österreichische Gastro-Betrieb wieder in der Insolvenz, was vor allem für treue Besucher ein Schock sein dürfte. „Immer wieder ausgezeichnet“, lobt ein Gast das Restaurant in einer Rezension. „Ein großes Lob an die Küche“, schreibt eine weitere Person.
Bekannt ist das Heurigen-Restaurant Wambacher in Wien für das häufig bestellte „Wambachers Schnitzel“, die herzhafte, gutbürgerliche Küche und eine lange Tradition. Das Wirtshaus existiert schon seit 170 Jahren. Das erneute Insolvenzverfahren der Betreiberin Masek Genuss GmbH wurde am 30. Dezember 2025 eröffnet. Nun müssen auch die 13 Beschäftigten des Unternehmens wohl um ihre Arbeitsplätze bangen. Ob das Restaurant Wambacher gerettet werden kann, bleibt vorerst ungewiss. Details zum weiteren Vorgehen stehen aus. Eine Gläubigerversammlung ist für den 10. März 2026 geplant.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Creditreform, Handelsgericht Wien, Unternehmensangaben der Wambacher)














