Insolvenz: Millionen dm-Kunden könnten davon betroffen sein

Eine Frau läuft mit ihrem Hund an einer dm-Filiale vorbei. Sie scheint sich in einer deutschen Innenstadt zu befinden. Außer ihr sind keine Menschen in der Fußgängerzone zu sehen.
Symbolbild © istockphoto/ollo

Eine aktuelle Insolvenz sorgt für große Verunsicherung bei dm-Kunden. Der Drogerie-Riese muss möglicherweise auf einen beliebten Service verzichten, der bisher exklusiv angeboten wurde. Betroffene fragen sich nun: Was bedeutet das für ihre Gesundheitstests?

Millionen dm-Kunden müssen jetzt aufgrund der Insolvenz eines Unternehmens abwarten, was die Zukunft bringt. Die Drogeriekette bezog nämlich ein bestimmtes Produkt, das bei den Verbrauchern immer mehr an Bedeutung gewann.

Relativ neu im Sortiment: dm erweiterte sein Angebot und schloss eine Kooperation

Drogerien wie Rossmann, dm oder Budni sind längst nicht mehr nur Drogerien, in denen man bestimmte Hygiene-Artikel, Bio-Produkte oder die Ausstattung für den Nachwuchs bekommt. Vornehmlich verstehen sich die Märkte heutzutage auch als Begleiter der Menschen für die Gesundheit. Diese gewinnt nämlich immer mehr an Bedeutung. Die Verbraucher sorgen sich um ihr Wohlbefinden und wollen dank guter Aufklärung aktiv etwas dafür tun. Volkskrankheiten wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollen frühzeitig erkannt werden, um das Risiko zu minimieren und entsprechend vorzubeugen. Dm hat diesen Trend erkannt und bietet entsprechende Produkte an, indem die Drogerie Kooperationen mit entsprechenden Unternehmen schloss.

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Millionen dm-Kunden bangen: Insolvenz könnte zur Einstellung des Produktes führen

Unter anderem ging dm eine Kooperation mit dem Gesundheitsunternehmen Aware Health ein und bot einen Bluttest-Service an, den die Kunden in einer Filiale in Karlsruhe und in Berlin-Charlottenburg in Anspruch nehmen konnten. Wenn ein Kunde noch eine Beratung wünschte, konnte man diesen für einen Preis zwischen 9,95 und 69,95 Euro dazubuchen. Das Unternehmen bot elf verschiedene Bluttests an. Für regelmäßige Untersuchungen bot das Unternehmen zudem ein Jahresabo für 450 Euro an.

Am 21. Mai jedoch eröffnete das zuständige Amtsgericht in Charlottenburg das vorläufige Insolvenz-Verfahren über das Gesundheitsunternehmen. Zwar läuft der Betrieb wie gewohnt weiter, doch wie es generell weitergehen soll, ist noch vollkommen offen. Derzeit, so heißt es, suche man nach Investoren, um Aware Health, das 2021 gegründet wurde, zu retten. Einige Finanzierungsrunden hat das Unternehmen bereits hinter sich. Kunden, die einen Bluttest-Service gebucht haben, müssen jetzt abwarten.

(Quellen: Apotheken Adhoc, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)