
Damit haben die meisten wohl nicht gerechnet: Ein großes Gartencenter ist jetzt ebenfalls insolvent und kämpft ums Überleben. Dem Unternehmen bleibt jedoch nach einer solchen Pleitewelle keine andere Wahl mehr.
Ein großes Gartencenter mit mehreren Filialen kämpft nun auch offiziell ums Überleben. Auch wenn sich bisher für die Kunden nichts ändert, gibt es wichtige Maßnahmen im Hintergrund.
Eine Insolvenz nach der anderen: Kette zieht zwei weitere Unternehmen in die Pleite
Begonnen hat die Talfahrt bereits im letzten Jahr die große Baumarktkette Hellweg hat in Deutschland acht Filialen geschlossen, um wieder auf den richtigen Weg zu finden. Leider hat dies kaum geholfen, denn Mitte Juni meldete sie Insolvenz beim zuständigen Amtsgericht an. Auch wenn die Märkte offen bleiben und die Mitarbeiter ihre Löhne und Gehälter für die nächsten drei Monate aus dem Insolvenzgeld erhalten, tut sich hinter den Kulissen sehr viel. Zu wenig Kunden, die einkaufen, stehen den weiter steigenden Ausgaben in den Bereichen Energie, Rohstoffe und Personal entgegen.
Als Folge meldete nur rund vierzehn Tage später die österreichische Tochtergesellschaft Hellweg Österreich Insolvenz an. Auch im Nachbarland bleiben bislang alle Filialen geöffnet, und auch der Online-Shop funktioniert wie gewohnt weiter. Dennoch muss jetzt viel passieren, damit das Unternehmen wieder auf Erfolgskurs geführt wird. In der Zwischenzeit führen diese beiden Insolvenzen zu einer weiteren.
Großes Gartencenter kämpft ums Überleben: Auch hier geht es jetzt um die Zukunft
Zu der Hellweg-Gruppe gehört auch das Gartencenter Augsburg, das acht Filialen in Deutschland betreibt. Am 30. Juni hat nun auch dieses Insolvenz angemeldet, ebenfalls in Eigenverwaltung. Man will es aus eigener Kraft aus den roten Zahlen schaffen. Ein Insolvenzanwalt steht dem Center mit Rat und Tat zur Seite. Das Unternehmen bleibt jedoch handlungsfähig und will nun wichtige Maßnahmen ergreifen. Die Filialen in Bochum, Castrop-Rauxel, Hagen, Iserlohn, Krefeld, Schwerte und Unna bleiben alle geöffnet. Und auch Mitarbeiter sollen nach den derzeitigen Plänen nicht entlassen werden.
Die Gründe sind keine anderen als die der anderen Unternehmen. Die Kunden hielten sich deutlich zurück im Kauf. Auf der anderen Seite sorgen steigende Ausgaben für Energie, Waren und das Personal für Kosten, die das Unternehmen mit der derzeitigen Aufstellung nicht mehr meistern kann. Die Kunden merken hiervon noch nichts, denn für sie läuft alles wie gewohnt weiter.
(Quellen: WDR, Gartencenter Augsburg GmbH & Co. KG, Insolvenzbekanntmachungen, Amtsgericht Dortmund)














