Invasion: Gefährliches Insekt breitet sich in deutschen Gärten aus

Ein nicht zu erkennender Mann steht in einem Garten auf dem grünen Rasen und gräbt gerade mit einem Spaten ein Loch in die Erde. Er hat wohl gerade erst angefangen, denn das Loch ist noch nicht tief. Er hat bislang nur den Rasen abgehoben.
Symbolbild © istockphoto/yunava1

Nun breitet sich ein gefährliches Insekt immer weiter in deutschen Gärten aus. Die Experten sprechen mittlerweile von einer echten Invasion und warnen die Menschen davor. Und es gibt nicht viel, was man dagegen tun kann.

Ein gefährliches Insekt breitet sich nun immer weiter aus. In den Gärten in Deutschland ist es immer häufiger anzutreffen. Die Experten sprechen eine deutliche Warnung aus.

Experten warnen vor dem Tier

Sie ist nur wenige Millimeter groß, doch ihr Auftreten bereitet Experten zunehmend Sorgen: die invasive Ameisenart mit dem Namen Tapinoma magnum, auch Große Drüsenameise genannt. Ursprünglich stammt sie aus dem Mittelmeerraum, inzwischen hat man das gefährliche Insekt bereits in mehreren Bundesländern nachgewiesen. Die Tiere bilden riesige Superkolonien, die sich über mehrere Grundstücke erstrecken können und sowohl Gärten als auch Gebäude und technische Infrastruktur beeinträchtigen. Anders als heimische Ameisen lebt das gefährliche Insekt nicht in kleinen Nestern, sondern in weit verzweigten Kolonien mit zahlreichen Königinnen. Dadurch kann sich die Art rasant ausbreiten und ist nur schwer zu bekämpfen. Experten warnen deshalb davor, einen Befall auf die leichte Schulter zu nehmen.

Für Gartenbesitzer ist die Ameise zunächst oft kaum von heimischen Arten zu unterscheiden. Die Tiere sind zwischen zwei und fünf Millimetern groß und komplett schwarz gefärbt. Ein auffälliges Merkmal sind jedoch die ungewöhnlich breiten, mehrspurigen Ameisenstraßen, auf denen sich unzählige Tiere gleichzeitig bewegen. Werden die Ameisen gereizt oder zerdrückt, verströmen sie zudem einen auffälligen Geruch.

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Tier breitet sich immer weiter aus

Das eigentliche Problem des gefährlichen Insekts liegt in ihrer Art zu graben. Denn sie gräbt teilweise so tief, dass Gehwege, Pflastersteine oder sogar ganze Hausfundamente absacken. Auf ihrer Suche nach Nahrung und Wärme dringen die Tiere außerdem in Häuser ein und können dort sogar elektrische Anlagen oder Leitungen beeinträchtigen. In einigen Regionen kam es bereits zu Störungen der Strom- und Internetversorgung. Für Menschen stellt Tapinoma magnum nach Angaben des Umweltbundesamtes keine ernsthafte Gesundheitsgefahr dar. Dennoch haben die gefährlichen Insekten kräftige Mundwerkzeuge und können schmerzhaft zubeißen. Hinzu kommt, dass die Ameise die heimischen Arten nach und nach verdrängt.

Eine Einschleppung der Ameise geschieht meist über den Handel mediterraner Pflanzen. Von Gartencentern oder privaten Gärten aus können sich die Tiere anschließend in der Umgebung ausbreiten. Deshalb raten Experten dazu, neu gekaufte Pflanzen vor dem Einpflanzen sorgfältig zu kontrollieren.

(Quellen: RUHR24, WDR, Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK), eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)