
Derzeit macht es sich ein kleiner Käfer im Garten bequem und erregt sofort die Aufmerksamkeit der Menschen. Diese wollen den Schädling jedoch sofort loswerden. Experten raten allerdings zur Vorsicht.
Mit dem Sommer ziehen auch zahlreiche Untermieter in Form von Kleintieren und Insekten in die deutschen Gärten ein. Hobbygärtner beäugen jeden Mitbewohner sehr skeptisch und reagieren nun mit aller Härte gegen einen Käfer im Garten, den Experten jedoch anders einschätzen.
Ein besonderes Auge auf Schädlinge: Hobbygärtner in Alarmbereitschaft
Die Gärten sind aus dem Winterschlaf erwacht, Pflanzen wurden bereits eingesetzt. Während die einen bereits bunt und kräftig blühen, lassen andere noch auf sich warten. Je nach Geschmack hat der ein oder andere sein Obst und Gemüse gepflanzt und wartet darauf, endlich ernten zu können. In der Zwischenzeit werden die Beete jedoch mit Argusaugen bewacht, denn der ein oder andere Schädling wittert inzwischen seine Chance, sich selbst an den Leckereien zu bedienen. Es gibt zahlreiche Tipps und Tricks, mit denen man sich tierische Diebe vom Hals halten kann. Kein Wunder also, dass jedes Insekt unter die Lupe genommen wird, um zu entscheiden: schädlich oder nützlich?
Käfer im Garten sorgt für Aufregung: Experten warnen vor vorschnellem Handeln
Von Mai bis Juli hat ein besonderer Käfer Hochsaison im Garten. Er fällt auf durch seine schimmernd grüne Farbe, die seinen kompletten Körper überzieht. Ein weiteres auffälliges Merkmal: Er klappt seine Flügel vor dem Abflug nicht nach oben, sondern fährt sie seitlich aus. Die meisten denken nun sofort an den Japan-Käfer, der ebenfalls grün schimmert und als invasive Art nach Deutschland kam. Experten raten jedoch, genau hinzuschauen.
Denn der kleine Käfer, der oft mit dem Japan-Käfer verwechselt wird, ist der sogenannte Rosenkäfer. Und der kleine Untermieter ist ein Nützling. Seine Larven verstoffwechseln Kompost und totes Material. Sie räumen also gewissermaßen den Garten auf. Erwachsene Tiere fressen Pollen, Baumsäfte und Nektar. Manchmal bedienen sie sich auch an reifen Früchten. Wurzeln oder komplette Pflanzen lassen sie in Ruhe. Vereinzelt findet man minimale Fraßschäden an Blütenblättern. Allein optisch unterscheiden sich Nützling und Schädling zunächst in der Größe. Der Japan-Käfer ist mit einem Zentimeter deutlich kleiner als der Rosenkäfer. Zudem schimmert letzterer am ganzen Körper grün. Wer Rosen, Schneeball, Holunder oder Weißdorn im Garten pflanzt, tut den kleinen Tierchen etwas Gutes.
(Quellen: NABU, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














