Kahlschlag: Beliebte Kosmetikmarken verschwinden bei Edeka

Eine Verkäuferin von Edeka in der Edeka-Uniform räumt die Regale in der Kühlabteilung ein. Pudding und Joghurtbecher befinden sich im Regal. Eine beliebte Kultmarke soll aus dem Supermarkt verschwinden.
Symbolbild © imago/Arnulf Hettrich

Bald müssen sich die Kunden auf eine große Änderung bei Edeka und Co. einstellen, denn beliebte Kosmetikmarken verschwinden. In Zukunft setzt man lieber auf eine andere Strategie.

Eine große Änderung steht im neuen Jahr bei Edeka und Co. bevor. Denn bei den Kunden sehr beliebte Kosmetikmarken verschwinden aus den Regalen und sorgen damit zunächst für Verwirrung. Dahinter steckt jedoch eine neue Strategie.

Edeka plant Neuerung: Konkurrenz für Drogeriemärkte kommt

Wer beim Discounter oder Supermarkt einkaufen geht, greift gerne auch einmal zu Kosmetikprodukten, die entweder von namhaften Herstellern kommen oder aber von den Eigenmarken der jeweiligen Geschäfte. Denn alle Märkte haben inzwischen eine eigene Marke, unter der sie verschiedene Kosmetika wie Seife, Duschgel und Shampoo vermarkten. Auch wenn die Verbraucher solche Produkte unter anderem aufgrund der größeren Auswahl lieber in Drogeriemärkten kaufen, wird wohl kaum jemand für eine Flasche Duschgel noch einen Extraweg auf sich nehmen. Nun plant Edeka jedoch eine Neuerung, die den Wettbewerb durchaus etwas beleben könnte.

Beliebte Kosmetikmarken verschwinden: Darauf müssen sich Kunden einstellen

Da Edeka, Netto und Budni zusammengehören, betrifft die neue Strategie gleich alle drei Märkte. Jeder einzelne Markt verkauft in den Regalen bislang die jeweilige Eigenmarke. So kennen Netto-Kunden etwa die Marken Pure & Basic und Hairwell, während bei Edeka die Marken Elkos und Blütezeit vorherrschen. Bei Budni kaufen die Verbraucher die Eigenmarke Joolea. Doch das wird sich bald ändern.

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Im Frühling dieses Jahres führt Edeka die Eigenmarke „Jolea“ in den eigenen Filialen ein. Damit gibt es für Edeka, Netto und Budni dann nur noch diese eine Eigenmarke. Alle anderen entfallen. Mit dieser einheitlichen Strategie will man den Drogeriemärkten die Kunden wegschnappen. Da die neue Marke einen ähnlichen Klang wie Isana, die Eigenmarke von Rossmann, oder Balea, die Eigenmarke von dm, hat, setzt man darauf, dass die Kunden ihr schnell vertrauen. Kritiker finden dies jedoch problematisch, denn es brauche in der Regel eine lange Vorlaufzeit, um eine neue Marke auf dem Markt zu etablieren. Sie befürchten, dass die Kunden diese neue Eigenmarke zunächst nicht akzeptieren werden und diese somit Verluste einfahren wird.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, dpa, Edeka)