
Jetzt ist es raus: Bereits im vergangenen Jahr traf es einige Standorte – nun schließt die Möbelkette Roller weitere Filialen. Wo Kunden im Rahmen des Räumungsverkaufs Schnäppchen machen können und wann der Möbelriese die Pforten dichtmacht.
Der Möbeldiscounter Roller greift hart durch und streicht mehrere Filialen von seiner Liste. Inzwischen ist auch bekannt, bis wann Kunden Zeit haben, um letzte Möbeleinkäufe zu erledigen.
Krise: Möbelhandel steht unter massivem Druck
Wehmütig blicken Möbelhändler auf die Zeiten des „Corona-Booms“ zurück. Fast 36 Milliarden Euro Umsatz verzeichnete die Branche im Jahr 2021. Im Vergleich zum Vorjahr betrug das Umsatzplus rund 1,6 Prozent. Zeit und Geld zur Verschönerung der eigenen vier Wände haben viele Haushalte inzwischen aber offenbar nicht mehr: Der Konsum ist deutlich zurückgegangen. Auch hohe Energiepreise, der zunehmende Wettbewerbsdruck aus dem Onlinehandel und gestiegene Kosten für das Personal tragen ihren Teil zur Krise bei. Für den bekannten Möbeldiscounter Roller bleibt die Entwicklung nicht ohne Folgen. Das Unternehmen sieht sich offenbar dazu gezwungen, einen Sparkurs einzuleiten.
Möbelkette Roller schließt Filialen ‒ diese Standorte sind betroffen
Noch im Jahr 2026 gehen die Lichter in mehreren Roller-Filialen aus. Wer seinen Einkauf in Crailsheim erledigen will, hat lediglich bis Ende April Zeit. Außerdem trifft es weitere Standorte in Baden-Württemberg, darunter Villingen-Schwenningen. Bis Juni werden Kunden noch bedient. Danach soll auch dort Schluss sein. Gleiches gilt für den Standort Reutlingen. Im bereits laufenden Räumungsverkauf können Kunden vergünstigte Artikel erwerben, heißt es.
Der betroffene Möbelriese Roller bezieht Stellung zur Entscheidung: Es soll sich um standortspezifische Maßnahmen, nicht um eine allgemeine Verkleinerung des Filialnetzes handeln. Ob ein Geschäft erhalten bleibt, macht der Händler demnach von der Rentabilität des jeweiligen Standorts abhängig. Bereits 2025 hatte Roller Märkte geschlossen. Genau wie andere Händler leidet der Discounter unter dem zurückhaltenden Konsumverhalten. Für Kunden bedeutet das wohl: Eine Garantie für den Erhalt bestimmter Standorte gibt es derzeit nicht. Damit bleibt offen, welche Häuser langfristig weitergeführt werden.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Angaben von Roller, regionale Medienberichte)














