Kaufland führt Änderung in 780 Filialen ein – „Für alle spürbar“

Der große Eingang einer Traditionsfiliale von Kaufland. Der Standort erscheint gigantisch. Über den Eingangstüren prangt in roter Schrift der Kaufland-Schriftzug. Links daneben leuchtet das berühmte Logo der Supermarktkette.
Symbolbild © imago/Manfred Segerer

Kaufland führt bald eine Änderung in all seinen 780 Filialen ein. Die Kunden werden diese Neuerung sofort mitbekommen. Doch den Reaktionen zufolge zeigen sich viele nicht gerade begeistert von diesem Plan.

In den 780 Filialen, die es in Deutschland gibt, will Kaufland bald einen Plan umsetzen, der die Kunden direkt betrifft. Viele zeigen sich damit jedoch nicht einverstanden und äußern ihren Unmut in den sozialen Medien.

Neue Umstände erfordern Änderungen: Kaufland geht mit der Zeit

In vielen Supermärkten und Discountern findet man inzwischen die SB-Kassen vor. An diesen scannen die Kunden ihre Artikel selbst, zahlen mit Karte und können mit dem ausgedruckten Kassenbon die Schranke öffnen und das Geschäft verlassen. Wer wenige Artikel einkauft und bei langen Schlangen nicht warten will, findet in dieser Möglichkeit eine schnelle Lösung.

Da die Kundschaft die SB-Kassen nutzte, um Artikel nicht oder fehlerhaft zu scannen, haben die Lebensmittelmärkte aufgerüstet und die entsprechenden Bereiche mit Kameras ausgestattet. Ein Mitarbeiter überwacht den SB-Bereich und hilft bei aufkommenden Fragen oder Problemen.

In allen 780 Filialen: Kaufland setzt Änderung zügig um

Eingeführt hatten die Märkte dies nicht nur für einen schnelleren Ablauf, sondern auch, weil ihnen schlicht und einfach das Personal fehlt. Kaufland hat die SB-Kassen bereits in einigen Filialen eingeführt. Im Laufe der Zeit sollen jedoch alle 780 Filialen mit den SB-Kassen ausgestattet werden. Zusätzlich kann man, wenn man eine Kaufland Xtra Card hat, den Einkauf beim Hineinlegen in den Einkaufswagen sofort mit einem Handscanner oder dem Smartphone scannen. Über einen generierten QR-Code kann man die Artikel dann mit Karte bezahlen.

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Während Kaufland nun an der Ausstattung aller Filialen mit SB-Kassen arbeitet und allein in diesem Jahr 220 von ihnen neu bestücken will, regt sich unter der Kundschaft der Protest. Am meisten stört die Kunden, dass man an den SB-Kassen nur mit Karte zahlen kann. Sie fühlen sich mit dieser einen Möglichkeit zum Bezahlen bevormundet. Zum anderen seien im SB-Bereich die Ablagen so klein, dass nicht viele Artikel darauf passen würden. So würde man schnell den Überblick verlieren, was man schon gescannt hat und was nicht. Außerdem sehen es viele Verbraucher nicht ein, die Arbeit des Kassierers zu erledigen. Man wolle dann wenigstens einen Rabatt. Es gibt jedoch auch Kunden, die diesen Fortschritt begrüßen und diese Beanstandungen für Meckern auf hohem Niveau halten. Allen Unkenrufen zum Trotz hält Kaufland an seinem Plan fest.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, EHI Retail Institute)