Keime und Viren im Tiefkühler – bei diesem Obst ist Vorsicht nötig

Zu sehen sind gefrorene Himbeeren. Unter den Tiefkühlbeeren sind häufig auch andere zu finden – einzeln oder als Mischung. Aus diesen lassen sich das ganze Jahr über unterschiedliche Leckereien zubereiten.
Symbolbild © imago/ STPP

Schon seit geraumer Zeit gibt es immer wieder Rückrufaktionen von Tiefkühlbeeren. Grund dafür: Das Obst kann Keime und Viren enthalten. Auch nach Monaten scheint das Problem nicht behoben, weshalb inzwischen sämtliche Supermärkte reagiert haben.

Wer noch Beeren oder anderes Obst im Gefrierfach hat, sollte Vorsicht walten lassen: Die aktuelle Welle an Rückrufen von Tiefkühlobst erfasst immer mehr Regale, und die Liste der betroffenen Verkaufsstellen wächst rasant.

Obacht bei diesem Obst im Tiefkühler

Sie eignen sich für Smoothies, selbst gemachtes Eis, Gebäck und viele andere Leckereien: tiefgefrorene Beeren. Vor allem die sind es, die nunmehr seit Beginn dieses Jahres immer wieder von Rückrufaktionen betroffen sind. Die Bio-Beerenmischungen von Jütro, die zum Sortiment von Aldi, Lidl und Netto gehören, sind dabei besonders beliebt. Wegen des Verdachts auf Noroviren rief der Hersteller selbst im Juli sämtliche Chargen mit den Mindesthaltbarkeitsdaten zwischen Februar und April 2028 zurück. Das Norovirus ist besonders für Kinder und ältere Menschen gefährlich, da es aufgrund von plötzlich auftretendem Brech-Durchfall zu erheblichem Flüssigkeitsverlust kommen kann.

Kurz zuvor vermeldeten Rewe und Globus, dass in den Beerenmischungen von ja! (Mindesthaltbarkeitsdatum 15.03.2028) und der Globus-Eigenmarke (Mindesthaltbarkeitsdatum 29.09.2027) Hepatitis-A-Viren nachgewiesen wurden. Erste Symptome sind häufig Übelkeit, Erbrechen oder Bauchschmerzen. In schweren Fällen kann Hepatitis A zu einer Gelbsucht führen. Auch hier können besonders ältere Menschen und solche mit Vorerkrankungen der Leber schwerere Krankheitsverläufe entwickeln.

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Ein Obst, das krank machen kann

Zuletzt hat Edeka seine Bio-Wildheidelbeeren mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 13.06.2028, 14.06.2028, 23.06.2028 und 24.06.2028 zurückgerufen. Auch diese stammen von Jütro und enthalten möglicherweise Salmonellen. Auch diese Infektion geht mit Durchfall, Bauchschmerzen und gelegentlich Erbrechen und leichtem Fieber einher. Ebenfalls gab es im August einen weiteren Rückruf wegen nachgewiesener Noroviren – diesmal bei den tiefgefrorenen K-Classic Erntefrische Erdbeeren von der Firma Zumdiek. Betroffen sind Packungen mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 10.02.2028, 01.04.2028 und 22.04.2028.

Um einer möglichen Infektion mit Bakterien oder Viren vorzubeugen, empfiehlt es sich, die Beeren vor dem Verzehr vollständig zu erhitzen. Wer wirklich auf Nummer sicher gehen will, entsorgt womöglich betroffene Beeren oder bringt sie zur Verkaufsstelle zurück. In den meisten Fällen funktioniert dies auch ohne Kassenbon, wenn die Charge dennoch nachweisbar ist. Obendrein bekommt man so den Kaufpreis erstattet.

(Quellen: BfR, RKI, EDEKA, Jütro)