Keine Zukunft mehr: Banken streichen beliebte Zahlungsmethode

Eine Hand greift nach einem 20-Euro-Schein und will das Bargeld aus dem Geldautomaten der Bank ziehen. Jemand holt Bargeld an einem Geldautomaten ab.
Symbolbild © imago/ Westend61

Immer wieder müssen wir uns von Dingen verabschieden, die Jahre und Jahrzehnte überdauert haben. Nun streichen Banken eine weitere, ehemals sehr beliebte Zahlungsmethode, denn sie hat einfach keine Zukunft mehr.

In unserer immer weiter voranschreitenden digitalen Welt verabschieden wir uns von Dingen, die uns ein Leben lang begleitet haben, zumindest dann, wenn man schon älter ist. So geschieht es auch, dass die Banken eine weitere beliebte Zahlmethode streichen, die viele Verbraucher gern nutzten.

Digitalisierung schreitet voran: Auch Banken gehen jetzt mit der Zukunft

In den letzten Jahren haben die Bankkunden einige Veränderungen bei den Banken und Sparkassen bemerkt. Was sie vielleicht nicht realisiert haben, ist die Tatsache, dass sie diese Änderungen selbst initiiert haben. So geschieht es bereits seit Längerem, dass die Geldinstitute die Anzahl der Geldautomaten drastisch reduziert und viele Filialen mit persönlichen Beratern geschlossen haben. Der Grund: Immer weniger Menschen nutzen die Automaten zum Abheben von Bargeld, denn digitale Bezahlmethoden sind auf dem Vormarsch. Und auch die persönliche Beratung wird vielfach nicht mehr genutzt, sodass dies die Banken nur in Unkosten stürzt. Zwar zum Leidwesen einiger, aber die Mehrheit stört diese Veränderungen nicht.

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Banken streichen weitere beliebte Zahlmethode: „Die Zeit ist einfach gekommen“

Inzwischen gibt es eine weitere beliebte Zahlmethode, welche die Banken bald komplett streichen. Beliebt ist dabei wohl das falsche Wort, denn nur noch ca. zwei Millionen Transaktionen finden über einen Scheck statt. Viele der jüngeren Generationen haben noch nie einen solchen gesehen, geschweige denn einen ausgestellt. Ab und an nutzt man sie vielleicht im Urlaub im Ausland. Deshalb lohnt sich diese Zahlungsart nicht mehr und wird von den Banken komplett eingestampft.

Betroffen sind zwei Scheckarten: das BSE (kurz für belegloses Scheckeinzugsverfahren) für Schecks unter 6.000 Euro sowie das ISE (kurz für imagegestütztes Scheckeinzugsverfahren) für höhere Beträge. Ganz so schnell werden die Verfahren nicht gestrichen, denn Vereine und andere wohltätige Organisationen setzen noch auf diese Zahlungsart. Bis Ende 2027 haben sie noch Zeit, entsprechende Anpassungen vorzunehmen.

(Quellen: Verband Deutscher Treasurer, Bundesbank, dpa)