Kette insolvent: Über 150 Filialen droht das Aus in Deutschland

Ein Blick auf eine Filiale der bekannten Deko-Kette Depot. Das Geschäft befindet sich in einer Einkaufsstraße und wurde offenbar an einem regnerischen Tag fotografiert. Einige Menschen gehen daran vorbei. Sie tragen dicke Jacken. Der Asphalt ist nass.
Symbolbild © imago/ Funke Foto Services

Eine bekannte Kette mit über 150 Filialen ist insolvent, sodass ihr in Deutschland das Aus drohen könnte. Über 1.000 Mitarbeiter sind betroffen und müssen jetzt um ihre Jobs bangen.

Für über 1.000 Angestellte sieht die Zukunft nicht sehr rosig aus. Denn ihr Arbeitgeber, eine Kette mit über 150 Filialen, ist insolvent. Nun müssen die Verantwortlichen Entscheidungen treffen, die das Schicksal des gesamten Konzerns bestimmen.

Nicht die erste Insolvenz: Kette entkam schon einmal der Pleite

Die letzte Insolvenz der bekannten Kette ist gar nicht so lange her und zeigte bereits damals deutlich, mit welchen Problemen der Einzelhandel zu kämpfen hatte. Das Unternehmen stellte im Juli 2024 einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung. Anschließend gelang es, in eigener Verantwortung die Filialen umzustrukturieren und nicht rentable Standorte zu schließen. Dies hatte zur Folge, dass von den ehemals ca. 400 Fiialen nur noch 155 übrig blieben. Im Rahmen des Sanierungsverfahrens schaffte es die Kette, aus der drohenden Zahlungsunfähigkeit herauszufinden, was nur dem Einsatz radikaler Sparmaßnahmen zu verdanken war. Nun jedoch steht erneut eine Insolvenz an.

Kette mit über 150 Filialen insolvent: 1.200 Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft

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Nun hat die Deko-Kette Depot erneut Insolvenz angemeldet. Wieder stehen die 1.200 Mitarbeiter vor einer unsicheren Zukunft. Klar scheint nur zu sein, dass wieder Filialen geschlossen und Mitarbeiter entlassen werden müssen. Denn an den damaligen Gründen hat sich auch heute nichts geändert. Immer noch stellen Billiganbieter wie Temu eine große Konkurrenz dar, der man nicht anders als mit niedrigen Preisen begegnen kann. Und genau hier liegt das Problem: Ein Geschäft im stationären Handel kann man mit Niedrigpreisen nicht halten. Zudem zeigt die Kundschaft, dass sie sparen will, und kauft nicht mehr so viel ein.

Deswegen stellt sich die durchaus berechtigte Frage: Was soll sich jetzt ändern? Erneut hat die Geschäftsführung einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Wieder sollen Filialen schließen. Aber wie will man sich in der schwieriger gewordenen Lage nun behaupten und positiv in die Zukunft sehen? Der Fokus soll nach derzeitigem Stand in Zukunft auf dem E-Commerce und der Stärkung des Onlineshops liegen. Es wird sich zeigen, ob das Unternehmen durch diese Neuausrichtung gerettet werden kann.

(Quellen: dpa, Anwaltskanzlei Reimer, SHZ, depot-online.de, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)