Klimaschutz: Deutscher Getränkehersteller nutzt jetzt Abwasser

Eine Brauerei mit alten Kesseln. Hier werden Getränke, vor allem Bier, nach alter Tradition hergestellt. Nach dem Gären in den Kesseln wird das Bier in Flaschen abgefüllt und kommt in den Handel und in die Supermärkte.
Symbolbild © imago/Zoonar

Der Klimawandel beschäftigt viele Menschen in Deutschland immer stärker. Lange Trockenzeiten wechseln sich mit heftigen Regenfällen ab, außerdem steigen die Temperaturen in vielen Regionen. Deshalb wächst die Sorge, dass Wasser knapper wird und gleichzeitig Extremwetter häufiger auftritt.

Betriebe setzen auf sparsameren Umgang mit Wasser

Viele Betriebe und Kommunen versuchen deshalb, vorhandene Ressourcen besser zu nutzen. Sie entwickeln neue Konzepte, um Wasser mehrfach einzusetzen oder den Verbrauch deutlich zu senken. Außerdem investieren sie in moderne Technik, die natürliche Ressourcen schont und den Bedarf an Frischwasser reduziert. Solche Maßnahmen helfen nicht nur der Umwelt, sondern stärken auch die Versorgung in trockenen Zeiten. Deshalb gewinnt die Wiederverwendung von Wasser zunehmend an Bedeutung. Viele Fachleute sehen darin einen wichtigen Schritt, weil jeder sinnvoll genutzte Liter den Druck auf natürliche Wasserquellen verringern kann.

Getränkehersteller nutzt jetzt Abwasser

Auch Abwasser erhält heute einen neuen Stellenwert. Früher galt es meist als Restprodukt, heute erkennen viele Fachleute darin wertvolle Möglichkeiten. Nach einer geeigneten Aufbereitung lässt sich Wasser für verschiedene Aufgaben erneut verwenden. Dadurch sinkt der Bedarf an frischem Trinkwasser, außerdem profitieren Umwelt und Infrastruktur. Gleichzeitig entlasten solche Lösungen bestehende Systeme und fördern einen nachhaltigeren Umgang mit Wasser. Deshalb beschäftigen sich immer mehr Unternehmen mit Verfahren, die Abwasser sinnvoll in den betrieblichen Kreislauf zurückführen.

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Die König-Brauerei in Duisburg-Beeck setzt dieses Prinzip nun mit einem neuen Vorhaben um. Das Unternehmen errichtet eine Anlage, die Regenwasser von den Dächern der Betriebsgebäude sammelt und aufbereitet. Anschließend fließt das Wasser nicht in die Kanalisation, sondern kommt im Betrieb erneut zum Einsatz. Nach den Planungen startet die Anlage Ende 2026. Die Emschergenossenschaft unterstützt das Projekt. Die Brauerei nutzt das aufbereitete Regenwasser künftig für die Reinigung von Tanks sowie zur Kühlung ihrer Anlagen. Gleichzeitig sinkt der Verbrauch von Frischwasser, außerdem entlastet das Konzept das Kanalnetz besonders bei Starkregen.

(Quellen: Emschergenossenschaft, König-Brauerei, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)