
Ein Krabbeltier im Haus sorgt schnell für Unbehagen. Doch die kleinen Viecher sind nicht nur lästig: Ihr Auftauchen kann auf zu hohe Luftfeuchtigkeit und ein mögliches Schimmelrisiko hinweisen.
Plötzlich krabbelt es durch den Keller oder die Wohnung – und auf den ersten Blick wirkt der ungebetene Gast vollkommen harmlos. Doch wer Kellerasseln entdeckt, sollte genauer hinschauen.
Kellerasseln sind ein Warnsignal
Ein kleiner, graubrauner Besucher sorgt bei vielen Bewohnern zunächst für Ekel: Kellerasseln tauchen plötzlich in der Wohnung auf. Die Tiere selbst sind dabei eigentlich ziemlich unspektakulär. Sie übertragen keine Krankheiten, richten keine Schäden an und sind im Garten sogar gern gesehen. Dort helfen sie dabei, abgestorbenes Pflanzenmaterial zu zersetzen und Humus zu bilden. Doch im Haus haben die kleinen Krebstiere eine andere Bedeutung. Ihr Auftauchen kann ein deutlicher Hinweis darauf sein, dass etwas mit dem Raumklima nicht stimmt.
Wer die Tiere regelmäßig in den eigenen vier Wänden entdeckt, sollte deshalb nicht einfach zur Falle greifen und sie beseitigen. Kellerasseln benötigen eine feuchte Umgebung, um zu überleben. Ihr Körper trocknet schnell aus, weshalb sie auf Orte mit hoher Luftfeuchtigkeit angewiesen sind. Genau hier liegt das eigentliche Problem: Eine dauerhaft zu hohe Feuchtigkeit kann die Entstehung von gesundheitsschädlichem Schimmel begünstigen. Das Umweltbundesamt empfiehlt deshalb, die Luftfeuchtigkeit konsequent zu reduzieren. Zwei- bis dreimal täglich sollte kräftig stoß- oder quergelüftet werden. Nach dem Duschen hilft es außerdem, Wasser von Fliesen und anderen Oberflächen zu entfernen. Auch bauliche Schwachstellen sollten Bewohner überprüfen. Risse, Fugen und Löcher können abgedichtet werden. Fliegengitter an Kellerfenstern können zusätzlich verhindern, dass weitere Krabbeltiere ins Haus gelangen.
Gurke, Kartoffel oder Lavendel gegen die Plage?
Wer die Kellerasseln schnell aus der Wohnung haben möchte, kann zunächst zu einfachen Hausmitteln greifen. Eine halbierte, überreife Gurke auf einem Stück Papier kann als Falle dienen. Auch eine ausgehöhlte rohe Kartoffel, mit der Schnittfläche nach unten aufgestellt, soll die Tiere anlocken. Daneben werden natürliche Mittel wie mit Wasser verdünntes Teebaum- oder Lavendelöl, ausgelegte Salbeiblätter sowie Barrieren aus Backpulver, Natron oder Zimt empfohlen.
Entscheidend ist jedoch nicht die einzelne Assel. Wer die Ursache beseitigt, hat meist auch das Krabbeltier-Problem schnell im Griff. Deshalb sollten Bewohner auf ein trockenes Raumklima achten. Im Sommer hilft es zudem, Wäsche möglichst außerhalb der Wohnung zu trocknen und beim Kochen die Dunstabzugshaube zu nutzen. Auch Wollteppiche können dabei helfen, Feuchtigkeit aus der Raumluft aufzunehmen.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














