Kräuter im Test: Billige Discounter-Produkte überzeugen

Hintergrund von gefrorenem gewürfeltem Spinat. Gesundes Essen und umweltfreundliches Konzept.
Symbolbild © istockphoto/NataKor

Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat vor Kurzem Kräuter getestet. Das Ergebnis ist überraschend: Statt teurer Markenprodukte konnten günstige Discounter-Produkte überzeugen.

Öko-Test hat vor Kurzem Kräuter genauer unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist mehr als erstaunlich: Discounter-Produkte konnten in puncto Qualität, Preis und in vielen anderen Kategorien überzeugen. Die teuren Marken enttäuschten dagegen.

Günstige Discounter-Produkte überzeugen bei Öko-Test

Vor einiger Zeit haben die Experten von Öko-Test Tiefkühlkräuter unter die Lupe genommen. Wie in vielen anderen Praxistests konnten dabei vor allem die günstigen Discounter-Produkte überzeugen. Der Test fokussierte sich auf Tiefkühlkräuter. Das sind bereits tiefgefrorene Kräuter, die vor allem außerhalb der Saison gerne zum Einsatz kommen. Man nimmt sie einfach aus dem Tiefkühlfach und kann sie direkt zum Kochen verwenden. Insgesamt wurden siebzehn tiefgekühlte Kräuter getestet.

Anhand verschiedener Kriterien wurde ein Testsieger ermittelt. Dabei wurden einzelne Noten von sehr gut bis ungenügend vergeben. Die gute Nachricht vorweg: Sieben der getesteten Tiefkühlkräuter schnitten sehr gut ab. Allein fünf dieser sieben Kräuter stammen aus biologischem Anbau. Wer jetzt aber denkt, dass die bekannten Marken darunter sind, der irrt gewaltig. Es sind die Tiefkühlkräuter von Netto, Penny, Kaufland, Aldi und Rewe, die auf ganzer Linie überzeugen konnten. Für fünfzig Gramm Tiefkühlkräuter muss der Kunde dabei gerade einmal sechzig bis neunzig Cent ausgeben.

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Große Marken fallen durch den Kräuter-Test

Sechs weitere Kräuter im Test schnitten mit einer befriedigenden Note ab. Bei fünf Kräutern im Test wiesen die Experten Pestizide nach. Darunter war auch eine bekannte Marke: Iglo. Zwei der tiefgekühlten Kräutermischungen mussten das Urteil „mangelhaft“ hinnehmen. Grund dafür war zum Beispiel ein erhöhter PA-Gehalt. PA steht für Pyrrolizidinalkaloide und ist ein Gift. Manche Pflanzen enthalten diese Gifte zwar von Natur aus, sie können beim Menschen aber Schaden anrichten und stehen zum Teil auch im Verdacht, krebserregend zu sein.

Borretsch gehört beispielsweise zu den Pflanzen, die PA bilden. Daher ist jeder gut beraten, Kräutermischungen, die diese Pflanze enthalten, zu meiden. Außerdem sollte man die Kräuter direkt aus der Packung oder Dose verarbeiten. Wer die Kräuter einmal auftaut und dann wieder einfriert, riskiert die Bildung von Keimen und Bakterien.