Krankmacher im Kaffeebecher: To-go wird zum Risiko

Ein brauner Kaffeebecher mit einem schwarzen Deckel steht auf einer gemusterten Stein- oder Marmorkante. Im Hintergrund verläuft eine Straße mit einem Zebrastreifen. Eine Person in dunkler Kleidung und weißen Schuhen überquert die Straße.
Symbolbild © imago/Zoonar

Treue Genießer müssen jetzt stark sein: Aktuelle Studien verweisen auf Krankmacher im Kaffeebecher – und das gilt offenbar nicht nur für die bisher wohl gängigste Becherart. Was Kaffeetrinker wissen sollten, um sich bestmöglich zu schützen. 

Er macht wach, schmeckt gut und ist weltweiter Spitzenreiter unter den Heißgetränken. Wer seinen Kaffee im To-go-Becher genießt, sollte allerdings folgende Studienergebnisse kennen.

Kaffee: Über 160 Liter werden jedes Jahr konsumiert 

Für Liebhaber des Koffeinkicks ist Kaffee fast so wichtig wie Wasser. Der weltweite Konsum steigt ‒ und in Deutschland beläuft sich der jährliche Konsum pro Kopf auf über 160 Liter. Vor allem die seit einigen Jahren steigenden Kaffeepreise machen Fans des Heißgetränks jedoch zu schaffen. Und auch Händler sind besorgt: Weil das Produkt so teuer geworden ist, entscheidet sich so mancher für eine Diebstahlsicherung. Vor allem treue Genießer hält die Preisentwicklung jedoch nicht davon ab, sich ihren morgendlichen Coffee-to-go zu gönnen. Studien deuten jetzt allerdings auf mögliche gesundheitliche Risiken hin, die mit den Einweg-Kaffeebechern zusammenhängen sollen.

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Studie deckt auf: Krankmacher im Kaffeebecher

Eine kürzlich im „Journal of Hazardous Materials: Plastics“ veröffentlichte Studie zeigt, dass gängige To-go-Becher bei Kontakt mit heißem Kaffee Mikro- und Nanoplastik freisetzen. Entscheidend ist vor allem die Temperatur. Demnach reichen über 30 Grad bereits aus, damit die Menge der Plastikpartikel ansteigt. Nach Informationen der Deutschen Herzstiftung können sich Mikro- und Nanoplastik in den Organen anreichern. Zwar wird bereits zu möglichen gesundheitlichen Folgen geforscht, doch die Datenlage ist derzeit begrenzt. Allerdings sehen einige Wissenschaftler Zusammenhänge zu bestimmten Krebsarten.

Auch eine mögliche Begünstigung von chronischen Erkrankungen wie Diabetes steht im Raum. Doch Einweg-Kaffeebecher sollen deshalb nicht nur potenziell schädlich für die Gesundheit sein. Sie stehen vor allem wegen des Müll- und Plastikproblems in der Kritik. In Sachen Gesundheit sehen einige Studien übrigens auch Mehrwegbecher ähnlich kritisch. Wer auf Nummer sicher gehen will, genießt seinen morgendlichen Kaffee deshalb lieber zu Hause in der Lieblingstasse.

(Quellen: Umweltbundesamt, wissenschaftliche Studien zu Kontaktmaterialien, Verbraucherzentrale)