Krise bei Galeria Kaufhof: Diese neuen Standorte sollen schließen

Die Schaufenster sind mit Rabattaplakaten und Ausverkauf-Schildern verhangen. Auf dem maroden Gebäude prangt das Logo der Galeria Kaufhof im klassischen Grün.
Symbolbild © istockphoto/FooTToo

Bereits zum zweiten Mal in drei Jahren meldet der Konzern Galeria Karstadt Kaufhof Insolvenz an. Nun sollen die ersten Details durchsickern.

Bereits im Juli 2020 meldet der Konzern Galeria Karstadt Kaufhof erstmalig Insolvenz an. Dieses Verfahren wird bereits im September 2020 erfolgreich abgeschlossen.

Der Konzern meldet erneut Insolvenz an

Seit 2019 treten die zwei Kaufhäuser, nach der Übernahme durch die Sigma Holding, unter dem gemeinsamen Namen auf.

Im vergangenen Herbst meldet der Konzern erneut Insolvenz an. Anfang Februar wird das Insolvenzverfahren dann in Essen eröffnet. Aktuell gibt es deutschlandweit 131 Standorte der beiden Kaufhäuser.

Aufgrund der Insolvenz sollen mehrere Filialen geschlossen werden

Verschiedene Quellen berichten, dass durch die aktuelle Lage 60 Filialen geschlossen werden sollen. Im Dezember berichten die Medien hingegen von ungefähr 90 Filialen, die aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage geschlossen werden sollen.

Zunächst hatte der Onlinehändler Buero.de eine Übernahme von einigen Filialen des Kaufhaus-Konzerns angekündigt. Ende des letzten Jahres wurde dieses Angebot jedoch mit der Begründung von veränderten Rahmenbedingungen zurückgenommen.

Diese Standorte sollen geschlossen werden

Die aktuellen Berichte informieren aber nicht nur darüber, wie viel Standorte geschlossen werden soll, sondern auch, welche Filialen unter anderem explizit betroffen sind:

  • Bayreuth
  • Chemnitz
  • Cottbus
  • Göttingen
  • Kiel
  • Landshut
  • Lörrach
  • Lübeck
  • Münster
  • Nürnberg
  • Paderborn
  • Reutlingen
  • Saarbrücken
  • Siegburg
  • Speyer
  • Trier
  • Wiesbaden
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Weiter sollen bereits auch die Standorte bekannt sein, welche keine Schließung befürchten müssen:

  • Aachen
  • Bonn
  • Braunschweig
  • Bremen
  • Dresden
  • Kassel
  • Mannheim und
  • Würzburg

Der Konzern selbst möchte die Filialen umstrukturieren

Aktuell setzt sich die Gewerkschaft ver.di dafür ein, dass möglichst viele der Filialen, und damit auch möglichst viele Arbeitsplätze, erhalten bleiben.

Galeria Karstadt Kaufhof selbst möchte die Filialen restrukturieren und stärker auf lokale Bedürfnisse der Kunden eingehen. Auch die Verbindung zu Online- und Im-Shop-Kauf soll erleichtert und verbessert werden.

Offizielle Informationen werden im März erwartet

Die aktuellen Informationen sind nicht offiziell, daher ist die Zukunft der fast 18.000 Arbeitnehmer der Galeria Karstadt Kaufhof noch unklar. Eigentlich wurden nähere Informationen hierzu bereits im Januar erwartet.

Laut dem Konzern steht dieser gerade in Austausch mit den Vermietern der Ladenflächen, um über die Zukunft der Geschäftsbeziehung zu verhandeln. Im März wird nun ein offizielles Statement des Konzerns erwartet.