Krise: Fast 200 KiK-Filialen stehen vor dem Aus in Deutschland

Vor dem Eingang einer Kik-Filiale stehen viele Ständer mit unterschiedlicher Kleidung unter Schirmen des Discounters. Rechts davon befinden sich weitere Artikel in schiebbaren Regalwaren. Kunden stehen an den einzelnen Artikeln und schauen sich diese an.
Symbolbild © imago/Rust

Für Fans des Textil-Discounters ist es ein heftiger Schlag: Fast 200 KiK-Filialen stehen plötzlich auf dem Prüfstand. Warum der Händler trotz seiner Beliebtheit bei vielen Verbrauchern zahlreiche Geschäfte schließen will.

Mit dieser Entwicklung haben KiK-Kunden wohl nicht gerechnet. Das Unternehmen plant massive Veränderungen, die sich auf das Filialnetz auswirken.

Bedeutende Änderungen beim Textil-Discounter KiK geplant

Der stationäre Modehandel in Deutschland befindet sich in einer anhaltend schwierigen Phase. Während die Kosten für Mieten und Personal kontinuierlich steigen, spüren viele Händler eine deutliche Zurückhaltung bei den Konsumenten. Branchenexperten sind darüber nicht verwundert: In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit überlegen sich viele Verbraucher genau, wofür sie ihr Geld ausgeben. Der Handelsverband Deutschland (HDE) bestätigt, dass auch 2026 mit einem geringen Wachstum im stationären Handel zu rechnen ist.

Hinzu kommt der massive Druck durch den Online-Markt. Anbieter aus dem Ausland, die mit niedrigen Preisen werben, machen den klassischen Geschäften das Leben schwer. Für viele Ketten bedeutet das, dass Standorte in Innenstädten oder Einkaufszentren, die früher als sicher galten, heute kaum noch Gewinne abwerfen. Um langfristig zu überleben, sehen sich Unternehmen gezwungen, ihr Filialnetz zu überprüfen und unrentable Standorte aufzugeben. Genau diesen Weg schlägt nun auch der beliebte Textil-Discounter KiK ein.

Lesen Sie auch
Neuer deutscher Freizeitpark kündigt weitere Mega-Attraktion an

Fast 200 KiK-Filialen stehen offenbar auf dem Prüfstand

Weil sie wirtschaftlich nicht mehr tragfähig sind, will sich KiK von zahlreichen Filialen trennen. Insgesamt stehen Schätzungen zufolge bis zu 170 Standorte auf dem Prüfstand. Sie gelten als unprofitabel. Ein Teil dieser Pläne wird schon im ersten Quartal 2026 umgesetzt. Rund 50 Geschäfte sollen europaweit dichtgemacht werden. Besonders schmerzhaft für die hiesige Kundschaft: Ungefähr die Hälfte dieser Schließungen betrifft KiK-Geschäfte in Deutschland, was bedeutet, dass sich der Discounter wohl von mindestens 25 Geschäften im eigenen Land trennen will.

Weitere Details bleiben bislang allerdings unklar. Vor allem für die Mitarbeiter dürfte diese Nachricht ein Schock sein. Zahlreiche Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel. Nun bleibt abzuwarten, wie sich das aktuelle Geschäftsjahr für den Discounter entwickelt – und wie viele Läden tatsächlich vom Markt verschwinden.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)