Krise spitzt sich zu: Nächste Engpässe bei Alltagsprodukten drohen

Leere Regale in einem Geschäft. Eine Person mit einem rollenden Einkaufskorb läuft in Richtung Kasse. An der Kasse bildet sich bereits eine kleine Schlange mit Kunden, die warten.
Symbolbild © istockphoto/Nikolay Tsuguliev

Mögliche Engpässe bei Alltagsprodukten sorgen zunehmend für Aufsehen. Ein Ende der Krisenstimmung ist vorerst nicht in Sicht. Erste Hamsterkäufe sind bereits erfolgt. Welche Artikel künftig besonders betroffen sein könnten.

Erst sind die Spritpreise gestiegen – und nun drohen weitere Veränderungen. Das könnte auf Europa und Deutschland zukommen.

Engpässe bei Alltagsprodukten: Verschiedene Artikel betroffen

Ob Ukraine-Krieg oder der Konflikt rund um den Iran – geopolitische Konflikte führen nachweislich zu Veränderungen, die viele Verbraucher direkt im Alltag treffen. Ein klares Beispiel sind die Rekordpreise an den Tankstellen. Als Folge dürfen Betreiber die Preise inzwischen nur noch einmal täglich nach oben hin anpassen, und zwar um 12 Uhr. Allerdings bleibt es nicht bei dieser Belastung. Mittlerweile verweisen Experten auf weitere Folgen. Es könnte zu Engpässen bei bestimmten Produkten kommen, die bislang eine Selbstverständlichkeit in Europa waren.

Hintergrund für die Entwicklung sind gestörte Lieferketten. Die Blockade in der Straße von Hormus, die für den internationalen Handelsverkehr unentbehrlich ist, führt zu großen Herausforderungen. Derzeit ist insbesondere die asiatische Wirtschaft betroffen. China als große Produktionsstätte kämpft mit Energieausfällen, was die Fertigung von Alltagsdingen wie Plastikverpackungen oder Sportkleidung beeinflusst. Im medizinischen Bereich sind unter anderem Spritzen, aber auch Impfstoffe betroffen.

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Auch im Lebensmittelhandel könnte sich einiges verändern

In Europa droht demnach womöglich eine entsprechende Knappheit, sofern der Konflikt noch lange anhält. Unter anderem könnten europäische Staaten die Auswirkungen auch im Textilbereich zu spüren bekommen: Ein wichtiger Hersteller für Bekleidungsartikel ist Bangladesch. Dieser leidet derzeit schon unter Engpässen. Außerdem werden weiterhin Veränderungen im Lebensmittelhandel erwartet, weil Produktions- und Verarbeitungsprozesse sich aufgrund der steigenden Gas-, Öl- und Düngemittelpreise verteuern.

Vorerst bleibt unklar, wie sich der Konflikt in den kommenden Wochen entwickelt. Unter anderem ist es in Japan bereits zu Hamsterkäufen gekommen, weil Bürger Versorgungsprobleme befürchten. Generell raten Fachleute davon jedoch ab ‒ auch in Deutschland, um Panik zu vermeiden. Stattdessen empfehlen sich weiterhin bewusstes Einkaufen und Preisvergleiche. Wer sich für ein besseres Gefühl auf Notfälle vorbereiten will, orientiert sich an den Empfehlungen des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK). Demnach sollten unter anderem ausreichend Trinkwasser und Konserven für einige Tage vorhanden sein.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, New York Times)