Kult-Produkte dabei: Supermarktkette streicht 400 Lebensmittel

In einem Supermarkt liegen verschiedene Kaffeesorten in einem Regal. Die Preise für die Produkte sind auf gelben Schildern erkennbar. Sie sind an einem roten Balken befestigt. Einige Schilder weisen auf neue Produkte hin.
Symbolbild © imago/Waldmüller

Plötzlich soll alles anders werden: Diese bekannte Supermarktkette streicht 400 Lebensmittel und setzt damit ein klares Zeichen. Das Unternehmen will in eine andere Richtung gehen und überrascht Kunden mit einer großen Änderung. 

Es ist ein radikaler Schritt, der in den Regalen dieses Händlers bald sichtbar wird. Die beliebte Kette geht jetzt einen neuen Weg. Das steckt hinter der Entscheidung.

Drastische Maßnahme: Bekannte Supermarktkette streicht zahlreiche Lebensmittel

Hochwertige Verpackungen, auffällige Designs, kreative Werbemaßnahmen: Markenprodukte haben häufig einen hohen Wiedererkennungswert. Sie stechen hervor. Daneben wirken Eigenmarken im Regal vieler Händler oft zurückhaltender. Allerdings verweisen Verbraucherexperten auf die Qualität der Eigenmarkenprodukte, die in vielen Fällen mit großen Marken mithalten können. Wer genau hinschaut und vergleicht, spart so bares Geld ‒ und das ganz ohne Verzicht oder Abstriche.

Für viele Lebensmittelhändler sind Eigenmarken außerdem ein wichtiger Bestandteil ihrer Geschäftsstrategie, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Überdies ist es möglich, höhere Gewinnmargen als bei Markenprodukten zu erzielen. Seit 2012 vertreibt auch Penny Produkte unter der eigenen Marke namens „Penny“. Ob Kekse, Getränke, Nudeln oder Butter, viele Kunden kaufen die Penny-Produkte auch aufgrund der vergleichsweise niedrigen Preise gern ein. Doch jetzt will der Discounter es anders machen. Das Unternehmen gibt die Marke auf. 400 Produkte sind betroffen.

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Das ist der Grund für die überraschende Änderung

Da Penny zahlreiche Produktreihen führt, soll die Aufgabe der Dachmarke nun offenbar für eine bessere Übersichtlichkeit sorgen. Auf die gewohnte Qualität sollen Penny-Kunden aber auch künftig nicht verzichten müssen, heißt es. Auch bei den Preisen soll sich wohl nicht viel ändern. Das heißt, dass die Marke zwar nach und nach aus den Regalen verschwindet, es aber Ersatz geben wird. Demnach kommen sogenannte Kompetenzmarken ins Sortiment. Dabei handelt es sich um spezialisierte Labels, die für mehr Klarheit sorgen sollen. Der Fokus solcher Marken liegt auf einer eindeutigen Zuordnung bestimmter Artikelgruppen. Ein Beispiel: Wer Backwaren kaufen will, findet sie unter der Bezeichnung „Bäckerkrönung“. Der Umstellungsprozess wird wahrscheinlich über mehrere Monate andauern.