
Die Deutschen lieben süße, saure und leckere Getränke. Nun wurde aber ein Lieblings-Kultgetränk im Land heimlich verändert, und es steckt etwas anderes drin, als viele kennen. Deshalb lohnt sich ab jetzt ein genauerer Blick auf die Inhaltsstoffe.
Ein wahres deutsches Kultgetränk sieht im Regal aus wie gewohnt, doch beim Inhalt gibt es derzeit einen Unterschied, den viele beim Einkauf leicht übersehen. Plötzlich steckt im Kultgetränk nämlich etwas Neues, anderes drin, was viele überraschen sollte.
Ein vertrauter Griff ins Regal kann inzwischen überraschen
Wer regelmäßig zu bekannten Getränkemarken greift, kennt die Verpackung meist auswendig. Gerade deshalb fallen Änderungen an der Rezeptur oft erst spät auf. Bei Schwip Schwap Cola & Orange gibt es momentan zwei unterschiedliche Zusammensetzungen im Handel. Auf den ersten Blick sind die Dosen nahezu identisch. Der entscheidende Hinweis findet sich dagegen in den Angaben zum Produkt. Die Verbraucherzentrale sieht genau darin ein Problem für Kunden, die sich auf die vertraute Aufmachung verlassen.
Rezepturen werden bei Lebensmitteln immer wieder verändert. Für Verbraucher ist deshalb vor allem die Zutatenliste eine zuverlässige Informationsquelle. Bei Zusatzstoffen müssen unter anderem ihre jeweilige Funktion sowie die konkrete Bezeichnung oder E-Nummer angegeben werden. Das gilt auch dann, wenn die Vorderseite eines Produkts praktisch unverändert bleibt. Wer bestimmte Inhaltsstoffe meiden möchte, sollte daher nicht allein nach Marke, Farbe oder Produktnamen entscheiden. Auch der Nutri-Score kann beim Vergleich zweier Varianten hilfreich sein. Er bewertet allerdings nicht sämtliche Bestandteile eines Produkts. Wer beispielsweise wissen möchte, ob Süßstoffe enthalten sind, muss weiterhin die Zutatenangaben lesen. Bei Schwip Schwap lohnt sich dieser kurze Zusatzcheck derzeit besonders.
Schwip-Schwap-Rezeptur geändert: Das steckt in der neuen Variante
Die von der Verbraucherzentrale beanstandete Version wird zusätzlich mit Acesulfam K und Sucralose gesüßt. Dafür wurde der Zuckeranteil deutlich reduziert. Je 100 Milliliter enthält diese Variante 6,6 Gramm Zucker und 28 Kilokalorien. Die ausschließlich mit Zucker gesüßte Version kommt auf 9,7 Gramm Zucker und 39 Kilokalorien. Auch beim Nutri-Score gibt es einen Unterschied: Die zuckerreduzierte Variante ist mit D bewertet, während die reine Zucker-Version E trägt. PepsiCo begründet die Änderung mit dem Ziel, Zucker und Kalorien zu verringern.
Für Käufer ist damit eine Angabe besonders wichtig: Auf der Dose sollte geprüft werden, ob das Getränk „mit Zucker und Süßungsmitteln“ hergestellt ist. Wer keine Süßstoffe möchte, sollte zusätzlich die Zutatenliste kontrollieren. Der Fall zeigt zugleich einen einfachen Einkaufstipp: Bei Produkten, die man seit Jahren automatisch kauft, kann sich ein Blick auf Zutaten und Nährwerte lohnen. Die Verpackung allein garantiert nicht, dass der Inhalt unverändert geblieben ist.
(Quellen: PepsiCo, Lebensmittelklarheit)














