
Aufgrund einer vergangenen Aktion des Herstellers boykottieren die Kunden eine bestimmte Schokolade, worauf die Discounter die Preise senken. Nun müssen sie noch retten, was zu retten ist.
Dass man nicht alles mit den Verbrauchern machen kann, zeigen die Absatzzahlen eines großen Herstellers. Kunden boykottieren nämlich die Schokolade. Die Discounter senken daraufhin die Preise.
Hersteller setzt gleich zwei Maßnahmen um – und bekommt die Quittung
Eine der beliebtesten und bekanntesten Schokoladenmarken in Deutschland ist Milka. Mit der lilafarbenen Verpackung und der Milka-Kuh als Werbemittel kommt man wohl kaum an dieser Schokolade vorbei. In den letzten Monaten sind die Preise für Schokolade jedoch gestiegen, was die Verbraucher deutlich zu spüren bekommen haben. Zahlreiche Süßwarenhersteller haben daraufhin reagiert und die Preise in den Geschäften angepasst. Bei einer solchen Maßnahme gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man belässt den Inhalt und erhöht den Preis. Oder man behält den Preis bei und reduziert den Inhalt. Milka hat sich gleich beider Maßnahmen bedient und bekommt von den Kunden die Quittung.
Kunden boykottieren Schokolade: Discounter beginnen Preisschlacht
Die reduzierte Menge konnten die Kunden auf den ersten Blick gar nicht sehen. Denn die Mengenangabe von 90 Gramm pro Tafel versteckte sich meistens hinter der Ecke des Kartons, in dem sie in den Regalen stand. Damit verringerte Milka das Gewicht um ganze zehn Gramm. Hinzu kam gleichzeitig, dass eine 90-Gramm-Tafel anstatt 1,49 1,99 Euro kostete. Zwar stiegen die Umsatzzahlen des Unternehmens, die Absatzzahlen sanken jedoch um 7,5 Prozent. Das zeigt, dass Verbraucher eben nicht alles mit sich machen lassen. Viele haben die beliebte Schokolade einfach liegengelassen.
Nun steuern Supermärkte und Discounter gegen und bieten die Milka-Schokolade sowie die Weihnachtsmänner verbilligt an. Kaufland bot eine Tafel Milka-Schokolade um die Hälfte billiger an. Auch bei Penny kostete eine Tafel zuletzt nur einen Euro. Damit wollen die Märkte noch retten, was zu retten ist. Denn sie bleiben natürlich auf den Produkten sitzen. Auch wenn dies dem Hersteller für weitere Umsätze hilft, denken die Discounter doch auch an ihre eigenen Bilanzen. Keiner möchte Ladenhüter im Regal haben und dadurch Umsätze einbüßen.
(Quellen: Milka, Börse, dpa)














