Lebensmittel-Alarm in Deutschland – fast jeden Tag ein Rückruf

Auf dem Bild ist rohes Hackfleisch zu sehen, das nicht verzehrt werden soll. Direkt beim Fleisch steht gut sichtbar der Hinweis „Bitte auf keinen Fall essen“ und warnt damit vor dem Verzehr.
Symbolbild

Lebensmittel unterliegen in Deutschland strengen Vorgaben. Hersteller müssen zahlreiche Anforderungen erfüllen, bevor ihre Waren in den Handel gelangen. Zwar gelten Lebensmittel hier grundsätzlich als gut überwacht und sicher, dennoch können selbst umfangreiche Kontrollen nicht jedes Problem verhindern.

Hersteller tragen Verantwortung für sichere Lebensmittel

Die Qualität eines Produkts hängt davon ab, wie sorgfältig ein Unternehmen die vorgeschriebenen Verfahren umsetzt. Schon ein Fehler in einem Produktionsschritt kann Folgen haben. Deshalb prüfen Behörden Lebensmittel und reagieren, wenn sich Hinweise auf eine mögliche Gefährdung ergeben. Rückrufe dienen dabei als wichtige Maßnahme, um betroffene Waren schnell aus dem Verkauf zu nehmen. Probleme entstehen vor allem dort, wo Hersteller Fehler in der Produktion oder bei den vorgeschriebenen Kontrollen nicht verhindern. Dann können einzelne Chargen auffällig werden, obwohl andere Produkte desselben Unternehmens ohne Beanstandung bleiben. Ein Rückruf betrifft deshalb häufig nur bestimmte Mengen einer Ware. Unternehmen stehen zugleich in der Verantwortung, mögliche Risiken früh zu erkennen und die zuständigen Stellen zu informieren. Denn je schneller ein Problem bekannt wird, desto eher lässt sich verhindern, dass betroffene Lebensmittel weiter verkauft oder verzehrt werden.

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Fast jeden Tag ein Rückruf: Hunderte Lebensmittel betroffen

Eine Verunreinigung kann für Menschen gesundheitliche Folgen haben. Das gilt besonders dann, wenn Krankheitserreger in ein Lebensmittel gelangen. Zu den möglichen Auslösern gehören etwa Salmonellen, bestimmte E.-Coli-Bakterien sowie Noro- oder Hepatitis-A-Viren. Welche Folgen eine Belastung hat, hängt unter anderem vom Erreger und von der betroffenen Person ab. Deshalb nehmen Behörden solche Hinweise ernst und können einen Rückruf veranlassen. Auch andere Fehler in der Herstellung können ein Risiko darstellen. Gelangen beispielsweise Fremdkörper in Lebensmittel, können Verbraucher dadurch verletzt werden.

Wie häufig solche Fälle auftreten, zeigen die Zahlen des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. Im vergangenen Jahr registrierte die Behörde 291 Lebensmittelprodukte, für die ein Rückruf erfolgte. Damit kamen im Durchschnitt mehr als fünf Rückrufe pro Woche zusammen. Betroffen waren unterschiedliche Waren. Bei den festgestellten Problemen spielten Krankheitserreger eine wichtige Rolle. Genannt wurden unter anderem Salmonellen, Noro- und Hepatitis-A-Viren sowie E.-Coli-Bakterien.

(Quellen: SWR, BVLK, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)