
Lidl sorgt für Aufsehen und bietet Butter wieder für unter 1 Euro an! Kunden jubeln über den Tiefstpreis, während Bauern Alarm schlagen und der Preiswettbewerb eskaliert.
Preissensation bei Lidl: Die Butter wird wieder richtig günstig! Kunden staunen, Discounter verschärfen den Konkurrenzkampf – und Bauern schlagen Alarm.
Lidl sprengt die Ein-Euro-Marke
Seit Samstag (6. Dezember) erleben Kunden im Supermarkt eine echte Preis-Überraschung: Lidl verkauft seine 250-Gramm-Standardbutter der Eigenmarke Milbona bundesweit für 99 Cent. Zum ersten Mal seit rund zehn Jahren fällt der Preis damit wieder unter die Ein-Euro-Grenze. Für viele Kunden ein Schnäppchen, für die Branche ein Schock.
Butterpreise schwanken in Deutschland seit Jahren stark. Noch im Sommer 2023 kostete die günstigste Eigenmarken-Butter rund 1,39 Euro. Im Oktober 2024 erreichte sie mit 2,39 Euro einen historischen Rekordpreis. Anfang 2025 sanken die Preise wieder – im Februar war Butter wieder unter zwei Euro zu haben. Jetzt setzt Lidl aber ein echtes Ausrufezeichen.
Konkurrenz unter Druck – Bauern alarmiert
Der Discounter geht dieses Mal selbst in die Offensive und reduziert nicht nur die Standardbutter: Auch irische Markenbutter kostet nun bloß noch 1,89 Euro, deutsche Weidebutter 1,49 Euro. Die vegane „No Butter“ wird ebenfalls günstiger. Nur Bio-Butter bleibt unangetastet. Sofort zieht Norma nach, Aldi und andere Händler dürften folgen.
Lidl begründet die Preisaktion mit sinkenden Rohstoffpreisen und der Entwicklung an der Süddeutschen Butter- und Käsebörse in Kempten. Der Discounter betont, bewusst auf Marge zu verzichten, um den Absatz zu steigern und die Milchbauern trotz Überangebots zu unterstützen. Doch nicht alle sehen das positiv: Der Bauernverband in Schleswig-Holstein spricht von katastrophalen Preisen und fordert ein Eingreifen des Kartellamts. Für Verbraucher kommt die Erleichterung zu einem Zeitpunkt, an dem Lebensmittelpreise weiterhin hoch bleiben. Mit einer Inflation von 2,3 Prozent im November spüren besonders Haushalte mit geringem Einkommen die Teuerung deutlich. Experten erwarten auch für 2026 keine Entspannung: Viele Produkte bleiben teuer, zusätzlich steigen Heiz- und Spritkosten durch die bevorstehende CO₂-Steuer. Lidl sorgt also kurzfristig für Freude am Kühlregal – langfristig bleibt der Preisdruck hoch.
(Quellen: Lidl, Handelsblatt, dpa)














