Lidl muss mehrere Lebensmittel rationieren – der Alltag verändert sich

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Der Krieg in der Ukraine, das Verhalten der Verbraucher und weitere Faktoren zwingen Discounter nun dazu, die Alltags-Lebensmittel zu rationieren.

Das Raps- und Speiseöl ist bereits so gut wie ausverkauft in den Supermärkten. Jetzt werden auch weitere Alltags-Lebensmittel rationiert und deutlich teurer.

Lidl beschränkt Abgabemenge

Der Discounter Lidl geht jetzt voran und beschränkt die Abgabemenge von bestimmten Lebensmitteln. Vor allem die Produkte, die extrem stark betroffen waren in den letzten Wochen, unterliegen der Beschränkung. Doch längst ist es nicht nur Speiseöl oder auch Mehl, das knapp und ausverkauft ist.

Der Ukraine-Krieg zeigt seine Folgen durch Lieferengpässe auch in Deutschland. Während Speiseöl seit Wochen ausverkauft ist, trifft es nun auch weitere Lebensmittel. Damit der Alltag einigermaßen für alle machbar ist, werden die Abgabemengen der Lebensmittel nun von Lidl rationiert.

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Alternativen werden knapp

Während Raps- und Speiseöl so gut wie gar nicht mehr in den Supermärkten zu finden sind, werden nun auch die Alternativen, wie Olivenöl oder Walnussöl knapp. Nudeln und Mehl sind ebenfalls knapp geworden. Viele Märkte haben daher immer wieder die Regale leer stehen. Daher hat sich Lidl nun entschieden, die Menge, die pro Einkauf mitgenommen werden kann, zu rationieren.

Lidl hat von „Haushaltsübliche Mengen“ auf konkrete Ansagen umgestellt. An den Regalen finden sich nun Zettel, wie viel jeder Haushalt mitnehmen kann. Gleichzeitig bittet der Handel dringend darum, auf Hamsterkäufe zu verzichten. Bei Lidl können jetzt nur noch maximal drei Flaschen Öl gekauft werden. Ähnliche Rationierungen gäbe es auch für Mehl.

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Weitere Lebensmittel könnten betroffen sein

In Zukunft könnte es auch dazu kommen, dass weitere Lebensmittel wie beispielsweise Hefe oder auch Nudeln rationiert werden müssen. Dass man in vielen Filialen von Lidl nur noch 2 Liter Öl kaufen darf, und das insgesamt, ist nicht überraschend. Die Situation zwang den Markt dazu.

Experten sind sich sicher, dass noch weitere Supermärkte und Discounter diesen Schritt gehen werden müssen. Außerdem müssten Kunden auch damit rechnen, dass bestimmte Lebensmittel, wie Milch oder Milchprodukte teurer werden.